9.09.2018 13:56
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt
Betriebsführung
Risikosteuerung als Erfolgsfaktor
Der Dürre-Sommer ist ein Beispiel dafür, dass Landwirte Risiken ausgesetzt sind. Diversifikation kann das Risiko minimieren.

An den Unternehmertagen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) von dieser Woche wurde das Thema Risiko beleuchtet. Die Veranstaltung stand unter dem Motto «No risk no farm – Risiko als Garant für den Erfolg?» Wie gehen Sie als Unternehmer mit Risiken wie Wetter, volatile Märkte, Krankheiten und politische Rahmenbedingungen um? 

Professor Oliver Musshoff aus Göttingen stellte klar, dass jeder Unternehmer Risiken übernehmen müsse. Wer risikofreudig sei, reagiere nur anders auf diese Risiken, als ein risikoscheuer Betriebsleiter. Wichtig sei, dass jeder Landwirt für sich selber entscheide, wie viel Risiko er eingehen will und vor allem wie wahrscheinlich das Risiko für den eigenen Betrieb sei. Als Beispiel nannte er die Dürre in diesem Jahr. Diese sei zwar für die Ernte schlimm gewesen, aber sehr wahrscheinlich würde diese Dürre nicht in jedem Jahr an jedem Standort auftreten.

Ein Beispiel eines Schweinemästers und Ackerbauers zeigte, wie er mit Diversifikation auf die Risiken reagiert. So habe er verschiedene Betriebszweige wie die Pacht eines Legehennenstalls und Schnittblumen aufgebaut. Auch setzt er auf Kooperationen ausserhalb der Landwirtschaft. Bei  Kooperationen sieht er den grossen Vorteil, dass er nicht als Einzelunternehmer das alleinige Risiko trägt. 

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