22.01.2016 09:57
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Verband
Ritter musste Machtwort sprechen
Der «Schweizer Bauer» lancierte am Samstag vor einer Woche die Idee, wie in Amerika Kühe in die Schulen zu bringen. Dies stiess nicht überall auf Begeisterung. Bauernverbandspräsident Markus Ritter hingegen will die Idee überprüfen.

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP), die auch mit allgemeinverbindlich eingezogenen Beiträgen das Milchmarketing verantworten, wehrten ab. Das sei nicht nötig und zu teuer. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) war düpiert, weil nicht über das laufende Projekt «Schule auf dem Bauernhof» berichtet wurde.

Aber der Schweizer Bauernverband nimmt die Idee auf. Im «SonntagsBlick» sagt Präsident Markus Ritter: «Wir sind im Gespräch mit Personen, die Erfahrung mit ähnlichen Projekten haben. Unsere Kommunikationsverantwortlichen besprechen die Idee nächste Woche.» Laut Ritter waren die meisten städtischen Kinder noch nie in einem Stall und wissen nicht, wie die Milch von der Kuh in das Tetrapac kommt.

Er sagt, die Nachfrage nach «Schule auf dem Bauernhof» gehe zurück. Bauernpräsident Ritter: «Wir haben das Problem, dass die Schulpläne immer dichter werden und die Lehrer kaum mehr Zeit für einen Bauernhofbesuch finden.» Der Lehrerverband aber will das Projekt nicht unterstützen, es entspreche nicht einem sorgfältigen Umgang mit Tieren.

 

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