26.12.2014 08:13
Quelle: schweizerbauer.ch - SBV
Jahresrückblick 2014 (4)
Rückblick 2014 (4): Gute Heu-, schwierige Brotgetreide- und hervorragende Rapsernte
Der Schweizerische Bauernverband (SBV) zieht Bilanz über das Jahr 2014. Im vierten Teil wird die Futter-, Getreide- und Ölsaatenernte genauer analysiert.

Gute Heu-, schwierige Emdernten

Der milde Frühling liess die Wiesen früh grünen und schon ab März weidete das Vieh im Tal auf den Wiesen. Auch die Heuernte fiel im Tal reichlich aus. Im Sommer standen die Maispflanzen drei Meter und höher in der Landschaft, sie bescherten den Bauern im Herbst eine reiche Silomais- und Körnerernte. Ab Juli machte der Regen den Bergbauern zu schaffen, denn er verunmöglichte die sommerliche Grasernte bis in den August.

Das überständige, nährstoffarme Heugras konnte erst im September getrocknet werden. Auf den Alpweiden waren die Verhältnisse bis Juni ideal, doch ab Juli waren die Böden mit Wasser übersättigt und die Viehtritte verwandelten die Alpwiesen in Matschweiden. Das hatte zur Folge, dass das Vieh eine bis zwei Wochen früher als üblich von den Alpen zurückkehrte.

Brotgetreide mit Auswuchs

Die Brotgetreidefelder präsentierten sich im Frühsommer vielversprechend. Doch die anhaltend kühl-nasse Ernteperiode führte zu hohen Verlusten durch Auswuchs – allein 21 Prozent beim Weizen – und Trocknungskosten. Die mahlfähige Brotgetreidemenge von rund 380‘000 Tonnen aus der Ernte 2014 ergänzt mit den Importen sowie den Lagermengen aus der Ernte 2013 reicht knapp nicht aus, um den Bedarf von 480‘000 t zu decken.

Zusatzimporte von 10‘000 t Brotgetreide werden 2015 nötig. Swiss Granum legte den Ernterichtpreis auf 52 Franken für die Klasse Top, 50 Franken für die Klasse I und 49 Franken für die Klasse II fest. Es gab kaum Probleme mit Mykotoxinbefall. Beim Futtergetreide waren die Erträge bei der Gerste und auch beim Futterweizen hoch und konnten so die rückläufigen Flächen wettmachen. Die Gerste profitierte von guten Aussaat- und Erntekonditionen. Das Hektolitergewicht bewegte sich auf durchschnittlichem Niveau.

Rekorderträge beim Raps

Der Raps verzeichnete eine leichte Flächensteigerung. Die Erträge übertrafen zudem die bisherigen Rekordmengen von 2011 bei weitem, so dass die Erntemenge 2014 (rund 94‘000 t) jegliche Erwartungen und auch die von den Ölmühlen gewünschte Menge von 82‘000 Tonnen übertraf. Die Anbauflächen von Sonnenblumen gingen leicht zurück. Für die Ernte 2014 wurden mit den Produzenten Verträge über 11‘600 Tonnen abgeschlossen, bei einer Nachfrage von 18‘000 Tonnen. Soja und Sonnenblumen erhielten eine zusätzliche Unterstützung durch die Ölsaatenbranche (Produktionspool Ölsaaten), um die Wirtschaftlichkeit dieser Kulturen zu verbessern.

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