31.10.2019 17:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Zürich
Schule verbietet Pausenmilch
Am 7. November findet der Tag der Pausenmilch statt. Die Kinder der Schulen in Wallisellen ZH müssen darauf verzichten. Die Schulleitung hat die Aktion gestrichen. Die Landfrauen sind enttäuscht.

Einmal pro Jahr steht die Pausenmilch in den Schulen der Schweiz im Mittelpunkt. Über 340'000 Schulkinder und Lehrpersonen in der ganzen Schweiz erhalten einen Becher Milch. 

Anlass freiwillig

Damit sollen die Kinder und Jugendlichen auf die die Milch als gesunde Zwischenverpflegung aufmerksam gemacht werden, schreiben die Schweizer Milchproduzenten auf ihrer Website. Der Tag der Pausenmilch ist ein freiwilliger Anlass, der allen Schulen offen steht. 

Unterstützt wird der Anlass vom Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV). Zahlreiche Standorte werden jeweils von Landfrauen und Bäuerinnen betreut. Geplant war ein solcher Anlass auch im zürcherischen Wallisellen. 

Als Pausenverpflegung fragwürdig

Doch in diesem Jahr wird es dort keine Pausenmilch geben. Die Schulleiterkonferenz hat den Anlass gestrichen, berichtet der «Zürcher Unterländer». Das Sponsoring durch einen Verband erachten die Schulleiter als kritisch. Zudem wird Milch als Pausenverpflegung als fragwürdig erachtet.

Die Landfrauen zeigen sich enttäuscht ob dem Entscheid. Theres Weber-Gachnang, Präsident der Zürcher Landfrauenvereinigung, fragt sich, ob die Eltern negativen Reaktionen vorbeugen möchte. «Oft wird beklagt, die Landwirtschaft kostet zu viel. Wenn man etwas zurückgeben möchte, ist es auch nicht recht», sagt sie zur Zeitung.

Landfrauen enttäuscht

Weber-Gachnang kann dem Tag der Pausenmilch viel abgewinnen. Es seien jeweils gute Gespräche über Tierhaltung und Milchproduktion entstanden. «Solche Diskussionen sind in der heutigen Zeit sehr wichtig», macht sie deutlich. In Wallisellen habe man in den vergangenen 20 Jahren Milch ausgeschenkt.

Gemäss dem «Zürcher Unterländer» wird im Kanton Zürich am Tag der Pausenmilch an 248 Standorten Milch ausgeschenkt. Insgesamt nehmen kommen 36'000 Schülerinnen und Schüler in den Genuss der Gratismilch.

Swissmilk spricht von Einzelfall

Die Schule in Wallisellen sein ein Einzelfall, beschwichtigt Daniela Carrera, die den Anlass bei den Schweizer Milchproduzenten organisiert. Sie nimmt auch Stellung zur Kritik des Sponsorings. «Wir halten uns daran und setzen das Swissmilk-Logo zurückhaltend ein. Swissmilk vertritt keine Marke, sondern die einheimische Milch und Milchprodukte und hält sich an die offiziellen Ernährungsempfehlungen», sagt Carrera zum «Zürcher Unterländer». Den Kindern werde auf Wunsch die Broschüre «Gesunde, zuckerfreie Znüni» abgegeben.

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