17.03.2017 15:52
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Handel
Schweiz gegen Protektionismus
Die Schweiz will sich am G20-Gipfel in Deutschland für offene Märkte - vor allem auch bei Kapitalflüssen - und gegen Protektionismus im Finanzbereich einsetzen. Finanzminister Ueli Maurer wird an dem zweitägigen Treffen von Nationalbankpräsident Thomas Jordan begleitet.

Die Schweiz wurde von Deutschland an den Gipfel eingeladen, das die G20 seit Dezember 2016 präsidiert. Besprochen werden am Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure in Baden-Baden die globale Wirtschaftslage, die Geld- und Währungspolitik, die Haushaltspolitik, Strukturreformen, der freie Kapitalverkehr sowie die Steuer- und Finanzmarktregulierungsagenda.

Bundesrat Maurer führt am Rande des Treffens zudem bilaterale Gespräche, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Freitag mitteilte. Der Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) endet am Samstag. Die Schweiz begrüsse die Agenda für widerstandsfähigere Volkswirtschaften und bekräftige dabei die Bedeutung von ausgeglichenen Haushalten, schreibt das EFD. In der Steuerpolitik stelle sich die Schweiz auf den Standpunkt, dass die Steuerdebatte noch stärker aus einer Wachstumsperspektive geführt werden sollte.

Die Schweiz sei entschlossen, die internationalen Verpflichtungen in der Steuerpolitik einzuhalten und arbeite nach der Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III intensiv an einer raschen Neuauflage einer Steuervorlage. Im Bereich der Finanzmarktregulierung will sich die Schweiz für die Umsetzung der vereinbarten zentralen Standards stark machen. Es sollen jedoch keine weiteren Standards zu Detailfragen geschaffen werden.

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