30.08.2017 15:25
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bevölkerung
Schweiz hat 8,4 Millionen Einwohner
Eine rekordhohe Zahl von Auswanderungen und ein starker Geburtenüberschuss haben im letzten Jahr die Bevölkerungsentwicklung der Schweiz geprägt. Das Total der Einwohner stieg um 92'400 Personen auf 8,42 Millionen.

Sämtliche Kantone verzeichneten 2016 eine Bevölkerungszunahme. Insgesamt wuchs die Schweiz mit 1,1 Prozent im Rhythmus der Vorjahre, wie die am Mittwoch veröffentlichten definitiven Daten bestätigen. Die provisorischen Zahlen hatte das Bundesamt für Statistik (BFS) bereits im April publiziert.

Die ausländische Wohnbevölkerung nahm im vergangenen Jahr mit 2,6 Prozent deutlich kräftiger zu als die schweizerische, die um 0,6 Prozent zulegte. Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer erreichte zum Jahresende mit 2,1 Millionen Personen 25 Prozent.

Weniger Einwanderung aus Europa

Auch letztes Jahr war die Migration der wichtigste Wachstumsfaktor. 191'700 Personen wanderten ein oder wechselten von der nichtständigen in die ständige Bevölkerung, was einem Plus von 1,7 Prozent entspricht. Der Anstieg betrifft allerdings ausschliesslich nichteuropäische Staatsangehörige (+27 Prozent), während die Zuwanderung aus der EU und dem übrigen Europa insgesamt (-5 Prozent) rückläufig ist.

Doppelt so stark wie die Einwanderung wuchs die Zahl der Auswanderungen. Mit 120'700 Personen erreichte sie 2016 in absoluten Zahlen einen neuen Höchststand. Umgerechnet auf die Bevölkerung ergibt sich zwar kein Spitzenwert. Mit über 14 Auswanderern pro 1000 Einwohner lag die Quote 2016 aber fast auf dem Niveau der Krise Mitte der 1990er-Jahre.

Gefragter Schweizer Pass

Unter dem Strich wanderten 71'000 Personen mehr ein als aus. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich der Wanderungssaldo um 1,2 Prozent. Dieser rückläufige Trend ist nach den Angaben des BFS seit 2013 festzustellen. Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist der Wanderungssaldo seit vielen Jahren negativ, es wandern also mehr Schweizer Staatsangehörige aus als ein.

Der Geburtenüberschuss, das heisst die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, trug letztes Jahr mit 22'900 Personen zum Bevölkerungsanstieg bei. Er war damit um über ein Fünftel höher als 2015, was in erster Linie auf die wachsende Zahl der Neugeborenen ausländischer Nationalität zurückzuführen ist. Einzig im Jura, in Uri und im Tessin wurden mehr Sterbefälle als Geburten registriert.

Die Zahl der Einbürgerungen erhöhte sich 2016 nach einer sprunghaften Zunahme im vorangehenden Jahr (+24 Prozent) noch um gut 6 Prozent. Total erhielten 42'900 Ausländerinnen und Ausländer die schweizerische Staatsbürgerschaft, so viele wie nie mehr seit 2009.

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