20.03.2017 14:28
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Käse
Schweizer essen mehr Käse
Die Schweizerinnen und Schweizer haben letztes Jahr mehr Käse gegessen. Der Pro-Kopf-Konsum stieg im Vergleich zum Vorjahr um 560 Gramm auf 22.05 Kilo. In der Schweiz wurden im vergangenen Jahr insgesamt 186'756 Tonne Käse konsumiert. Stetig steigend ist der Importanteil.

Die Schweiz steht auf Käse. Dies geht jedenfalls aus der Medienmitteilung hervor, die die SMP, Agristat, TSM und SCM am Montag publizierten. Der Konsum pro Kopf erhöhte sich um 560 Gramm auf insgesamt 22.05 Kilo.

Beliebter Frischkäse

Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich dem Konsum von Frischkäse (inkl. Quark) geschuldet. Der Verbrauch steig um 7.2 Prozent oder 550 Gramm auf 8.22 Kilo. Ebenfalls zugenommen hat der Konsum von Halbhartkäse (+180 g oder 3%) auf 6.2 Kilo. Ein überdurchschnittliches Wachstum, wenn auch auf tiefem Niveau, wurde beim Spezialkäse (Schaf- und Ziegenkäse) beobachtet. Der Pro-Kopf-Konsum stieg um 10.4% auf insgesamt 160 Gramm.

Rückläufige Absatzzahlen hingegen wurden beim Weichkäse (-10 g oder -0.55%) auf 2.01 kg und beim Hartkäse (-200 g oder -5,5%) auf 3.43 kg registriert. Aus den Zahlen geht nicht hervor, wie hoch der Importanteil bei den verschiedenen Kategorien ist. Der Inlandanteil beim Frischkäse ist in den vergangenen 10 Jahren aber um 9 Prozent auf 69 Prozent gesunken.

Trend: Mozzarella


Beim Käsekonsum haben sich aber die Essgewohnheiten in den vergangenen 10 Jahren verändert. In der Gunst der Konsumenten gestiegen sind der Frischkäse und der Quark. «Von Produkten wie Mozzarella (3.4 kg pro Kopf) und Quark (2.4 kg pro Kopf) konnten in den vergangenen zehn Jahren pro Kopf 1.6 Kilogramm oder 25 Prozent mehr abgesetzt werden», heisst er in der Mitteilung. E

Zugenommen um 490 Gramm in derselben Zeitspanne hat der Konsum von Halbhartkäse. Weniger gefragt ist der Hartkäse. Hier nahm die abgesetzte Menge um 680 Gramm ab. Leicht abgenommen hat auch der Konsum von Extrahartkäse (-50g) auf 760 g.

Importanteil steigt

In sämtlichen Kategorien abgenommen hat der Inlandanteil. Das höchste Minus verzeichneten Frischkäse (Inlandanteil 2016: 69%, -9% zu 2007) und Weichkäse (-9% auf 31%). Den höchsten Inlandteil mit 84 Prozent weist der Hartkäse aus. Aber auch hat der Schweizer Käse 6 Prozentpunkte verloren.

In den letzten zehn Jahren ist der Anteil der Importanteil von 23 auf 31 Prozent gestiegen. Als Grund wird vor allem der starke Franken genannt, der den Inlandkäse verbilligte. Der Käsefreihandel mit der EU dürfte aber ebenfalls zu einer Zunahme der Importe geführt haben.  

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