18.03.2014 11:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Konjunktur
SECO senkt Konjunkturprognose leicht auf 2,2 Prozent
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) rechnet mit einer anziehenden Konjunktur, positiven Impulsen aus dem Aussenhandel und einer sinkenden Arbeitslosenquote. Dennoch ist das SECO etwas weniger optimistisch als noch im Dezember letzten Jahres.

Für das laufende Jahr wird neu mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,2 Prozent gerechnet. Im Dezember prognostizierte das SECO noch ein Wachstum von 2,3 Prozent. Das Bild ist aber nach wie vor positiv. Der Konjunkturaufschwung dürfte sich 2014 und 2015 weiter festigen, teilte das SECO am Dienstag mit.

Für 2015 geht das SECO nach wie vor von einem Wachstum von 2,7 Prozent aus. Im vergangenen Jahr wuchs das BIP in der Schweiz um 2 Prozent. Das SECO bezeichnet dies als «solides» Wachstum. Zum künftigen Wachstum dürfte auch die sich verbessernde Weltkonjunktur beitragen, schreibt das SECO. Es wird mit positiven Impulsen aus dem Aussenhandel gerechnet, der die robuste Binnennachfrage abrunden dürfte.

Mit dem beschleunigten Wachstum im laufenden und kommenden Jahr dürfte auch die Arbeitslosigkeit sinken. Die Arbeitslosenquote lag 2013 bei 3,2 Prozent. Für das laufende Jahr prognostiziert das SECO eine Quote von 3,1 Prozent. 2015 dürfte der Anteil der Arbeitslosen dem SECO zufolge gar auf 2,8 Prozent sinken.

CS erwartet weiterhin 2,0 Prozent Wirtschaftswachstum

Die Ökonomen der Credit Suisse prognostizieren für das laufende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 2,0 Prozent. Sie haben damit ihre Konjunkturprognose vom Dezember nicht verändert. Als neues Risiko sehen sie jedoch die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative.

Die Schweizer Wirtschaft habe im vergangenen Jahr von einem «Super-Zyklus» aus Zuwanderung, Immobilienboom und tiefen Zinsen profitiert, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Dadurch sei das Wachstum hierzulande mit 2 Prozent stärker ausgefallen als in vergleichbaren Ländern. Auch der Start in das Jahr 2014 habe sich positiv präsentiert. Die Exportwirtschaft habe die Talsohle verlassen und baue wieder Stellen auf, schreiben die Credit-Suisse-Ökonomen.

Das positive Bild habe durch die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative jedoch tiefe Kratzer erhalten, heisst es. Zwar dürften die Auswirkungen auf das Wachstum im laufenden Jahr eher gering sein, schreiben die Ökonomen der Grossbank. Sie belassen ihre Wachstumsprognose für 2014 daher unverändert bei 2,0 Prozent. Das mittel- und langfristige Wachstumspotenzial könnte aber ernsthaft beeinträchtigt sein, heisst es weiter. Für 2015 wird ein abgeschwächtes Wachstum von noch 1,8 Prozent prognostiziert. sda

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