1.07.2020 19:11
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt/blu
St. Gallen
SG:Neu 49,5- statt 55-Stunden-Woche
Die Kantone haben die Arbeitsverhältnisse für landwirtschaftliche Arbeitnehmende in einem Normalarbeitsvertrag zu regeln. Im Kanton St. Gallen wird dieser nun von der Regierung angepasst. Unter anderem wird die Arbeitszeit von Angestellten auf 49,5 Stunden pro Woche gekürzt.

Der bisherige Normalarbeitsvertrag ist gemäss Mitteilung des Kantons St. Gallen seit dem Jahr 2004 unverändert. Auf gemeinsamen Antrag des St.Galler Bauernverbandes und der Arbeitsgemeinschaft Berufsverbände Landwirtschaftlicher Angestellter wird dieser nun angepasst.

Die wöchentliche Arbeitszeit wird von bisher 55 auf 49,5 Stunden gekürzt. Bei einer Fünfeinhalb-Tage-Woche entspricht dies einer täglichen Arbeitszeit von neun Stunden. Neujahr, Ostermontag, Bundesfeiertag, Weihnachtstag und Stefanstag gelten neu als bezahlte, arbeitsfreie Tage.

Der bisherige Normalarbeitsvertrag sah keine Regelung der Pausen vor. In der neuen Fassung wird diesem Umstand Rechnung getragen. Den Arbeitnehmenden wird über die Mittagszeit in der Regel eine unbezahlte Pause von wenigstens einer Stunde sowie je Halbtag eine unbezahlte Pause von jeweils einer Viertelstunde gewährt.

Neu können die Vertragsparteien auch eine Jahresarbeitszeit oder saisonal unterschiedliche Arbeitszeiten vereinbaren. Diese Neuerungen entsprechen dem Trend nach Flexibilisierung der Arbeitszeiten und kommen insbesondere Landwirtschaftsbetrieben mit saisonalen Schwankungen entgegen.

Der neue Normalarbeitsvertrag sei arbeitnehmerfreundlicher und mache die Landwirtschaftsbetriebe als Arbeitsstelle attraktiver, scheibt der Kanton.

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