19.03.2017 07:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Milchmarkt
SMP-Beiträge um 10% senken
Die Beiträge für die Interessenvertretung sollen um 10% sinken. Das beantragt der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP).

Der SMP-Vorstand beantragt, den Beitrag für die Interessenvertretung per 1. Mai 2017 auf 0,17Rp./kg zu senken (heute 0,19 Rp./kg, vgl. Tabelle). Für einen Milchproduzenten mit 100'000kg bedeutet das eine Entlastung von 20 Fr. Entscheiden wird die Delegiertenversammlung der SMP am 19. April.

Auf Anfrage erklärt SMP-Sprecher Reto Burkhardt, dass ein Systemwechsel zu einem Gesamtbeitrag für die Interessenvertretung schon vor langer Zeit beschlossen worden sei. «Im Zuge dieses Systemwechsels konnten wir Effizienzgewinne erarbeiten, welche jetzt Früchte tragen», so Burkhardt. Die SMP hätten auf allen Stufen an der Schraube gedreht, um noch effizienter zu werden, die Summe vieler kleiner Effizienzgewinne mache es aus.

Einen direkten Bezug zur Neuverteilung der Beiträge für den Schweizer Bauernverband (dank der die Milchproduzenten via  SMP dort in Zukunft weniger Beiträge bezahlen sollten) gibt es laut Burkhardt nicht. Auch nicht zur laufenden Überprüfung der Organisation mit externen Beratern.  

Raus und GMF

Die SMP fordern erneut einen zweistufigen Beitrag für Raus (Regelmässiger Auslauf), ein Basis-Raus und ein Weide-Raus. Wenn man möglichst vielen Schweizer Milchkühen den Weidegang ermöglichen will, müsse der Beitrag pro Tier erhöht werden. Beim Beitrag für graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) sollte betriebseigener Ganzpflanzenmais und Futterrüben in den Raufutteranteil eingerechnet werden können, so die Forderung der SMP. So könnte das Agrarpaket 2017 (dessen Änderungen am 1. Januar 2018 in Kraft treten) einen Beitrag zu einer Verbesserung der Situation der Milchproduzenten leisten. sal

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE