23.08.2018 17:14
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Trockenheit
So trocken ist es bei Bauer Aebi
Landwirt Andreas leidet wie viele seiner Berufskollegen unter der trockenen Witterung. Seine Felder sind ausgetrocknet. «Hier, auf meinem Hof merke ich, dass es wärmer wird», sagt er in der Reportage der Sendung «Rundschau» auf dem TV-Sender SRF. -> Mit Video

Aebi wartet seit Wochen auf Regen. «Es hat immer nur ein wenig ‘getröpfelt’, doch der Wind hat immer alles wieder ‘verblasen’», sagt der SVP-Nationalrat in einer Reportage der Sendung «Rundschau» von SRF 1. Der TV-Sender begleitet den Bauern aus Alchenstorf BE bei der Kartoffelernte und beim Kühe melken.

«Ich mache mir schon Gedanken», sagt Aebi zu der ausgeprägten Trockenheit dieses Sommers. «Das Wasser wird weltweit zu einem grossen Problem. Und auch in der Schweiz werden einige Regionen nicht mehr so viel Regen erhalten wie zuvor», fährt Aebi fort. Die Frage laute, was die Schweiz machen solle, wenn das Wasserschloss immer trockener werde. 

Die Kühe von Aebi haben keinen Weidegang mehr, da auf den Weiden nichts mehr wächst. «Die Kühe können auf die Weide, aber sie kommen sogleich wieder in den Stall, weil sie nichts zu fressen haben», erklärt der Landwirt. Er füttert seinen Tieren stattdessen Heu, das für den Winter vorgesehen wäre, sowie Ausschusskartoffeln.

«Ich mache mir Sorgen. Wenn der Regen erst im Oktober kommt, nützt uns das nichts», hält er fest. Der TV-Sender begleitet Aebi auch an eine Viehauktion. Die Preise in Langnau für Nutzvieh sind zwar stabil, doch einige Bauern trifft es trotzdem hart. Sie müssen Vieh verkaufen, weil sie nicht genügend Futter haben für den Winter. Es geht bei einigen Bauern um die Existenz. So auch bei Daniel Hirschi. «Wir haben bereits tiefe Einnahmen. Und nun noch die Dürre», so der sichtlich aufgewühlte Hirschi. «Es ist eine harte Zeit. Aber diese geht auch vorbei», fährt er fort.

«Dass die Trockenheit praktisch ganz erfasst, macht mir grosse Sorgen», sagt Aebi zu anderen Bauern. «Wenn ich die Bevölkerungsexplosion, die vollen Züge und die verstopften Autobahnen anschaue, dann belastet das unsere Umwelt. Und darauf müssen wir Antworten haben», sagt Aebi.

Auch SVP-Präsident Albert Rösti hält fest, dass es Hinweise gäbe, dass sich das Klima rascher verändere. «Dass der Mensch darauf einen Einfluss hat, glaube ich tatsächlich», fährt er fort. Die Frage sei nun, welche Massnahmen man nun ergreife. «Wollen wir die Schweiz mehr belasten, wenn andere nichts machen», so Rösti. Andere Exponenten der Partei hingegen sehen keinen Einfluss durch den Menschen. SVP-Nationalrat Erich Hess sagt, dass es immer wärmere und kältere Phasen gegeben habe. Doch der Mensch habe keinen Einfluss darauf. Im ähnlichen Worten äussert sich SVP-Nationalrätin Nadja Pieren.

Andreas Aebi hat bei seinen Parteikollegen also einen schweren Stand. «Wir haben unterschiedliche Meinungen bei der SVP. Aber es wurde wärmer und es passiert etwas. Das merke ich auf meinen Hof», macht er deutlich. Der Landwirt fährt mit dem TV-Team noch auf die Alp. Er zeigt auf die ausgetrockneten Bäche. Aufgrund des Wassermangels muss er bereits die Tiere von der Alp holen.

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