21.02.2013 13:28
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Futtermittel
Starke Verbesserung der Qualität bei Futtermitteln für Nutztiere
Die Kontrolleure des Bundes sind mit der Qualität des Futters für Nutz- und Haustiere zufrieden. Im Jahr 2012 haben sie 1311 Proben analysiert. Beanstandungen gab es vor allem wegen zu hoher Werte bei Zusatzstoffen und falscher Deklarationen.

Beim Futter für Nutztiere waren knapp 80 Prozent der Proben in Ordnung, wie die Forschungsanstalt Agroscope am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Erhöhung von 25 Prozentpunkten. Die Forscher führen zwei Gründe ins Feld: Agroscope habe 2012 verschiedene spezifische Kampagnen durchgeführt. Zudem seien die amtlichen Toleranzen bei verschiedenen Gehaltsangaben mit dem Inkrafttreten der revidierten Futtermittel- und Futtermittelbuch-Verordnungen etwas erweitert worden, dies ohne negative Konsequenzen auf die Futtermittelsicherheit.

Keine Giftstoffe in einheimischen Futtermitteln

Der Anteil der Proben mit leichten Nicht-Konformitäten (unvollständige Etikettierung, von der Deklaration geringfügig abweichende Gehalte) verbesserte sich ebenfalls um zehn Prozentpunkte auf 13.2%, und der Anteil der nicht-konformen Futtermittel (Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen) sank um zwei Drittel auf 7.0%. Die Beanstandungen haben sich hauptsächlich auf ausserhalb der amtlichen Toleranzgrenzen liegende Zusatzstoff- oder Nährstoffgehalte sowie auf inakzeptable Deklarationsfehler bezogen, heisst es weiter. Die besseren Resultate stellen eine Trendwende dar. Dies sei eine sehr erfreuliche Weiterentwicklung dar, betont Agroscope.

Giftstoffe wurden in keiner der Proben gefunden. Ein Futtermittel allerdings enthielt Kokzidiostatika. Agroscope kommt zum Schluss, dass die Gesundheit von Mensch und Tier in keinem Fall gefährdet war und die Sicherheit der Futtermittel in der Schweiz gewährleistet ist.

Die spezifischen Kampagne bezogen sich aufs Mutterkorn und Ergotalkaloide. Die Resultate ergaben, dass diese Stoffe keine Gefahr darstellen. In einer Sonderkampagne wurden Trocknungsanlagen genauer untersucht. Erfreulicherweise kam es zu einer einzigen Beanstandung aufgrund von einem von der Deklaration abweichenden Rohaschegehalt.

Import-Futtermittel verbessert - Vier Proben vernichtet

Agroscope untersuchte auch die importierten Futtermittel. Diese wurden sowohl bei den Futtermittelbetrieben als auch an den Zollstellen beim Import bemustert. Insgesamt wurden 92 Mischfuttermittel direkt an der Grenze und weitere 193 bei verschiedenen Betrieben im Inland bemustert. Die Situation habe sich verbessert, schreibt Agroscope. Der Anteil der Futtermittel mit leichten Nicht-Konformitäten sank auf 15.3% (-7%) und der Anteil der nicht-konformen Futtermittel sank auf 8.3% (-14%). Wie bei den inländischen Futtermitteln, waren die Beanstandungen hauptsächlich auf Zusatzstoff- und Nährstoffgehalte, welche ausserhalb der amtlichen Toleranzgrenzen liegen, oder auf inakzeptable Deklarationsmängel zurückzuführen.

Vier Proben mussten aber vernichtet oder zurückgewiesen werden: Ursachen waren nicht konforme Nachweise von Pestiziden, genveränderte Organismen, Dioxinen und Schwermetallen.

Zweimal zuviel GVO

Beim Futter für Haustiere wiesen 44,5 Prozent der Proben Mängel auf. In zwei Fällen kam es zu schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen. Bei einer dieser Proben wurde unter anderem Heilanpreisungen und mehrere Gehaltsabweichungen festgestellt.

Von sämtlichen Proben wurden 339 zusätzlich auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass zwei Futtermittel als nicht-konform eingestuft werden mussten. Sie enthielten mehr als 0,9 Prozent gentechnisch veränderter Organismen und waren nicht entsprechend deklariert.

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