4.07.2018 11:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
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Stehen Sie hinter der Kampagne?
Der Schweizer Bauernverband (SBV) ändert nach 20 Jahren seine Kampagne. Neu stehen Bäuerinnen und Bauern im Zentrum. Wie gefällt Ihnen die neue Kampagne? Können Sie dahinter stehen? Oder hat der Bauernverband danebengegriffen? Mitdiskutieren und abstimmen.

Die Kampagne des Schweizer Bauernverbandes läuft seit 1998 unter dem Slogan «Gut, gibt’s die Schweizer Bauern» und dem Landwirtschaftskreuz. 2006 wurde das Edelweiss-Hemdstoff hinzugefügt. Doch die Tage der alten Kampagne sind gezählt. Ende Juli wird der Relaunch für die breite Bevölkerung sichtbar gemacht.

Regionalität und Emotionalität

Der Claim «Gut, gibt’s die Schweizer Bauern» wird durch den Slogan «Von hier, von Herzen» ersetzt. Neu stehen Bäuerinnen und Bauern im Zentrum. Mit der neuen Kampagne will der SBV die Beziehung und das Vertrauen zwischen Landwirt und Konsumente stärken.

Der neue Claim «Von hier, von Herzen» umfasst gemäss SBV mehrere Kernelemente der hiesigen Landwirtschaft. Neben der Regionalität und dem Bezug zu den Produkten („von hier“) wird auch emotionale Komponente miteinbezogen. Damit meint der Bauernverband die Leidenschaft der Bäuerinnen und Bauern, mit der sie tagtäglich die Leistungen erbringen („von Herzen“).

Bauern polarisieren nicht

Optisch stechen natürlich die neuen Protagonisten der Kampagne heraus. Statt Promis oder Haustiere stehen nun Bauern im Zentrum der Kampagne. Auf Plakaten und in Videos erklären sie, welche Leistungen sie für die Bevölkerung erbringen und warum sie dies tun. 

«Schliesslich sind sie die authentischsten Botschafter, wenn es um die Anliegen der Schweizer Landwirtschaft geht», argumentiert der Bauernverband. Zudem würden sie im Gegensatz zu Prominenten kaum polarisieren. «Sie funktionieren in allen Landesteilen und Sprachen und haben kaum Reputationsrisiken», begründet der SBV die Wahl.

«Glaube an Landwirtschaft»

Teil der Kampagne ist Matthias Müller mit seiner Tochter Chiara aus Steinbrunn TG. Als Aushängeschild für die Schweizer Bauern aufzutreten, macht ihm nichts aus. «Ich mache mit, weil ich an die Schweizer Landwirtschaft glaube und die Branche repräsentieren will», sagt der Beerenbauer zu schweizerbauer.ch.

«Es ist mir wichtig, die Vielfalt der Bauern zu zeigen und für eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft einzustehen», erklärt Brigitta Knörr aus Nennigkofen SO. Dieses Ziel verfolgt auch Markus Rediger, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Informationsdienst LID, der zusammen mit dem Bauernverband die Kampagne verantwortet. «Gleichzeitig soll es eine Kampagne sein, hinter der die Bauern stehen können und die ihre Leistung repräsentiert», macht er deutlich.

Alimentiert wird die neue Kampagne durch den SBV, kantonale Bauernverbände sowie Fachorganisationen von den Schweizer Bauernfamilien. Die Kampagne «Schweizer Bauern» unter der Leitung des SBV hat für alle Massnahmen ein jährliches Budget von rund 4.4 Millionen Franken. Rund 800‘000 Franken werden in die Mediawerbung investiert. Der Rest verteilt sich auf die zahlreichen anderen Projekte.

Beziehung Stadt-Land pflegen

«Ich mache bei der Kampagne mit, weil ich an die Zukunft einer produzierenden Landwirtschaft glaube», sagt Landwirt Dominic Haab. Auf seinem Hof in Mettmenstetten ZH wurde das Shooting durchgeführt.

Ziel der neuen Kampagne ist es, die Beziehungen zwischen Stadt und Land zu pflegen, das Vertrauen in die einheimische Landwirtschaft zu stärken und den Absatz der Produkte zu fördern. «Die Konsumenten sollen sich bewusst werden, woher die Lebensmittel kommen und was es braucht, um dieses qualitativ hoch stehende Angebot bereitzustellen», hält der Bauernverband fest. Die Bedeutung der Landwirtschaft für die Schweiz soll so untermauert werden.

Was halten Sie von den neuen Plakaten? Stehen Sie hinter der Kampagne? Fühlen Sie sich gut dargestellt? Oder können Sie mit der neuen Kampagne nichts anfangen? Was finden Sie gut, oder was stört Sie? Abstimmen und mitdiskutieren

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