20.04.2018 11:58
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Stromverbrauch 2017 stabil
Der Stromverbrauch in der Schweiz ist im vergangenen Jahr stabil geblieben. Dies, obwohl die Wirtschaft gewachsen ist und die Schweiz mehr Einwohner zählt.

Nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste verbrauchte die Schweizer Bevölkerung im Jahr 2017 58,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Freitag mitteilte. Das sind 0,4 Prozent oder 244 Millionen kWh mehr als im Jahr 2016.

Weniger Heiztage

Dabei ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) (provisorisch) um 1 Prozent gestiegen und die Bevölkerung um 0,7 Prozent gewachsen. Allerdings haben die Heiztage gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent abgenommen. Da in der Schweiz gegen 10 Prozent des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet werden, wirkt diese Entwicklung leicht verbrauchsdämpfend, wie es weiter heisst.

Die inländische Elektrizitätsproduktion sank leicht um 0,2 Prozent auf 61,5 Milliarden kWh. Die Wasserkraftanlagen produzierten 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Stromproduktion der Kernkraftwerke nahm um 3,6 Prozent ab und betrug noch 19,5 Milliarden kWh. Dies ist laut BFE vor allem auf ausserordentliche Stillstände des Kernkraftwerks Beznau I sowie des Kernkraftwerks Leibstadt zurückzuführen.

Importüberschuss 

An der gesamten Schweizer Stromproduktion waren die Kernkraftwerke zu 31,7 Prozent beteiligt. Zu 59,6 Prozent wurde der Strom mit Wasserkraft erzeugt und zu 8,7 Prozent kam er aus konventionell-thermischen und erneuerbaren Anlagen.

Über das ganze Jahr hinweg musste die Schweiz mehr Strom importieren, als sie exportieren konnte. Sie kaufte im Ausland 36,5 Milliarden kWh im Wert von 1,761 Milliarden Franken ein und exportierte 30,9 Milliarden kWh im Wert von 1,544 Milliarden Franken. Der Importüberschuss betrug damit 5,6 Milliarden kWh. Der Aussenhandelssaldo war wie schon im vergangenen Jahr negativ: er betrug 217 Millionen Franken.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE