21.08.2018 14:21
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Swissgenetics
Swissgenetics hat neuen Direktor
Das Genetikunternehmen hat mit Christoph Böbner einen Nachfolger für Stefan Felder gefunden. Der ETH-Agronom wird Anfang Januar 2019 seine neue Stelle antreten.

«Christoph Böbner bringt, neben seiner langjährigen Führungserfahrung im landwirtschaftlichen Umfeld, das notwendige Marktverständnis mit, um die erfolgreiche Geschichte von Swissgenetics zusammen mit dem Vorstand und den Mitarbeitenden weiterzuschreiben», lässt sich Dominique Savary, Präsident von Swissgenetics, am Dienstag in einem Communiqué zitieren.

Christoph Böbner hat die Viehzucht im «Blut». Er ist auf einem Viehzuchtbetrieb im Entlebuch aufgewachsen. Das Studium an der ETH Zürich schloss er mit Schwerpunkt Nutztierwissenschaften ab. Anschliessend erlangte er einen Doktortitel.

Seinen beruflichen Einstand hatte der Luzerner bei Braunvieh Schweiz. Von 1998 bis 2004 war Böbner Direktor des landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums Schüpfheim-Willisau. Anschliessend wechselte er zum Bund. Beim Bundesamt für Landwirtschaft leitete er während 5 Jahren als Vizedirektor und Mitglied der Geschäftsleitung die Hauptabteilung Direktzahlungen und Ländliche Entwicklung.

2009 kehrte er in die Innerschweiz zurück und führt seither die Dienststelle Landwirtschaft und Wald im Kanton Luzern. Der in Hasle LU wohnhafte Böbner wird seine neue Stelle am 1. Januar 2019 antreten. Sein Vorgänger, Stefan Felder, verlässt Ende Oktober 2018 Swissgenetics. Dies gab Felder Anfang Mai bekannt. Er ist seit 1999 Vorsitzender der Geschäftsleitung. Nun will er sich ausserhalb der Rindviehzucht selbstständig machen. Felder wird sich an einem internationalen privaten Joint Venture im Agrarsektor beteiligen. 

Swissgenetics ist nach eigenen Angaben die führende Schweizer Unternehmung in der Produktion und Beschaffung von Stieren sowie in der Herstellung und im Vertrieb von Rindersperma. Das Unternehmen mit Sitz in Zollikofen BE beschäftigt 360 Mitarbeitende und erzielte 2017 einen Jahresumsatz von rund 60 Mio. Franken. Pro Jahr führt Swissgenetics gegen 800'000 Besamungen auf Rindern und Kühen durch und setzt gegen eine Million Samendosen in der Schweiz sowie über eine halbe Million weltweit ab. 

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