Samstag, 2. Juli 2022
23.09.2019 07:02
Wirtschaft

Syngenta schneidet schlecht ab

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Schweizerinnen und Schweizer sorgen sich um das Gemeinwohl im eigenen Land. Vor allem Grosskonzerne wie Marlboro, FIFA und Glencore nehmen laut Befragten ihre Verantwortung fürs Gemeinwohl nicht wahr.

Das zeigt der GemeinwohlAtlas Schweiz 2019, eine Befragung der Universität St. Gallen gemeinsam mit der Handelsschule Leipzig, über welche die «Sonntagszeitung» berichtet hatte. Demnach finden drei Viertel der Befragten, dass dem Gemeinwohl in der Schweiz zu wenig Beachtung geschenkt werde. Eine Einstellung, die sich seit der letzten Befragung 2017 nicht geändert hat.

Bei der Bewertung 2019 schneiden die Organisationen und Unternehmen der Schweiz aber deutlich schlechter ab als noch vor zwei Jahren. Praktisch alle Organisationen haben nach Ansicht der Befragten weniger fürs Gemeinwohl investiert.

Rega an der Spitze, Malboro am Schluss

Nahezu alle Befragten sind der Meinung, dass die Organisationen, darunter auch privatwirtschaftliche Unternehmen, eine grosse Verantwortung haben, zum Gemeinwohl beizutragen.

Besonders Grosskonzerne wurden abgestraft. Auf den letzten zehn Plätzen stehen in absteigender Reihenfolge der FC Zürich, Facebook, Amazon, Syngenta, Blick, Tamoil, die UEFA, Glencore, die FIFA und Marlboro macht das Schlusslicht. Nestlé und Coca-Cola verlieren im Vergleich zu 2017 in ihrer Gemeinwohlbewertung jeweils fast 15 Prozent. Bei Amazon und Facebook sind es knapp 10 Prozent weniger.

Das sei ein relativ grosser Sprung für eine Gemeinwohlbewertung, da diese auf den langfristigen Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger mit einer Organisation beruhe. «Nur wenn die Bevölkerung der Meinung ist, dass tatsächlich etwas sehr falsch läuft, kommt es zu solch grossen Änderungen in der Bewertung»«, lässt sich Studienleiter Timo Meynhardt in einer Mitteilung zitieren.

Das Rennen für ihren Beitrag zum Gemeinwohl machte dieses Jahr, wie auch schon 2017, die Rega. Danach folgen die Spitex, Pro Senectute, die Schweizer Paraplegiker Stiftung, das Schweizerische Rote Kreuz und die AHV/IV. Auch Pro Infirmis, die Schweizerische Unfallversicherung Suva, die Reka und die Heilsarmee schaffen es unter die Top 10.

Grosse Verantwortung

Im internationalen Vergleich sorgen sich in der Schweiz 73 von 100 Befragten um das Gemeinwohl, in Deutschland sind es 81 von 100. 2019 wurden in der Schweiz insgesamt 14’946 Personen im Alter zwischen 18 und 93 Jahren in allen Sprachregionen befragt.

Laut den Verantwortlichen der Studie geht es beim Gemeinwohl darum, wie die Menschen ihr gesellschaftliches Umfeld wahrnehmen. Dabei haben Organisationen verschiedenster Art einen Einfluss auf das Erleben des Gemeinwesens in der Gesellschaft.

So kann etwa ein Fussballverein zum Zusammenhalt der Stadt oder eine Bank zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen. Gemeinwohl entsteht aber erst dann, wenn die Handlungen positiv durch Individuen wahrgenommen werden.

Mehr zum Thema
Agrarwirtschaft

Im Sommer zieht es nicht nur die Älpler mit ihren Viehherden auf die Alp, sondern auch viele Touristen und Freizeitsportler. - Raphael Koch Der Kanton Graubünden hat ein «Bergmanifest» mit…

Agrarwirtschaft

Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Abnahme des nominalen Umsatzes von 5,3 Prozent . - ElasticComputeFarm Der Schweizer Detailhandel hat im Mai den Umsatz im Vergleich zum…

Agrarwirtschaft

EDITORIAL USE ONLY. - David Parry / PA Wire Mit Fleisch aus dem Labor will die Nahrungsmittelindustrie nachhaltiger werden. Die Weiterentwicklung der neuen «Food-Technologie» soll auch in der Schweiz vorangetrieben…

Agrarwirtschaft

Die Übernahme passe strategisch gut, zudem könne das Wachstum in der Region durch die Produktionsstätte in Auckland beschleunigt werden. - Nestlé Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé verstärkt sich in Neuseeland. Über die…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE