13.02.2013 10:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Geothermie
Thurgau: Erdwärme-Kraftwerk soll Wärme und Strom für bis zu 4000 Haushaltungen liefern
Im Oberthurgau soll in fünf Jahren das erste Thurgauer Geothermie-Kraftwerk stehen. Dafür will das ekt (Energie Thurgau) 100 Millionen Franken investieren. Vorbild ist das Geothermieprojekt der Stadt St. Gallen.

Geht die Rechnung auf, soll das Kraftwerk im Oberthurgau ab dem Jahr 2018 Heizenergie für 4000 Wohnungen und Strom für 2200 Haushalte in der Region zwischen Amriswil, Romanshorn und Arbon liefern. Ob es in einer Tiefe von 3500 Metern tatsächlich heisses Wasser gibt, soll bis Mitte 2014 feststehen.

Der Energieversorger, der zu 100 Prozent im Besitz des Kantons Thurgau ist, nimmt das Geothermie-Projekt der Stadt St. Gallen als Vorbild: «Wenn es in St. Gallen heisses Wasser im Untergrund gibt, ist die Chance sehr hoch, dass wir auch fündig werden», sagte Markus Schüpbach, ekt-Geschäftsführer, am Dienstag vor den Medien.

Wie in St. Gallen soll die Erdwärme im Thurgau im hydrothermalen Verfahren genutzt werden. Laut Experten soll es dabei nicht zu Erdbeben kommen, wie beim Tiefengeothermie-Projekt von Basel, das im Dezember 2009 gestoppt werden musste. In Basel war ein anderes Verfahren zur Anwendung gekommen.

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