Dienstag, 19. Januar 2021
17.08.2019 09:30
Klimagipfel

Tränen und Streit wegen Klima

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Von: sda

Auf dem Forum der Pazifikinseln (PIF) im Inselstaat Tuvalu kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern.

Auf dem Forum der Pazifikinseln (PIF) im Inselstaat Tuvalu ist es angesichts der Erderwärmung und des Meeresspiegelanstiegs zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern der Konferenz gekommen.

Behördenangaben zufolge sollen Vertreter der Pazifikstaaten mit dem grossen Treibhausgasemittenten Australien aneinandergeraten sein. «Es kam zu ernsthaftem Streit, sogar Geschrei, zu Tränen; politische Anführer sind in Tränen ausgebrochen», sagte Tuvalus Regierungschef Enele Sopoaga dem australischen Fernsehsender ABC.

Der Gipfel zwischen Australien und 17 weiteren Ländern endete am Donnerstag demnach konfliktreich. Die Länder wollten sich in Tuvalu treffen, um über die Klimanotlage zu beraten und im Vorfeld von Uno-Gesprächen im kommenden Monat einen weltweiten Aufruf zum Handeln zu formulieren. Dieser erfüllte aber nicht die Erwartungen der Pazifikstaaten.

Globale Erwärmung

«Wir haben uns in einem Land getroffen, das droht, im Ozean unterzugehen, aber leider bleiben wir beim Status Quo», sagte Fidschis Regierungschef Frank Bainimarama. Laut Kritikern sei das Schreiben über die globale Erwärmung in «verwässerter Sprache» geschrieben. 

Eine Zusage, die Kohleenergie zu beenden, sei nicht enthalten, während die Reduzierung der Kohleemissionen bis zum Jahr 2050 gegen null als Vorschlag und nicht als Forderung gehandelt worden sei, hiess es.

Im Vorfeld des Gipfels hatte Australien den Pazifikstaaten 500 Millionen australische Dollar (rund 326 Millionen Franken) im Kampf gegen den Klimawandel zugesagt. Mit dem Hilfspaket wolle Australien seine «Nachbarn und Freunde» unterstützen, sagte Regierungschef Scott Morrison vor seiner Abreise nach Tuvalu am Dienstag.

Förderung erneuerbarer Energien

Die Empfängerstaaten kritisierten das Hilfspaket und forderten Australien auf, von der eigenen Kohleförderung abzurücken. Das Geld soll Morrison zufolge in die Förderung erneuerbarer Energien und den Katastrophenschutz fliessen.

Die Inseln im südlichen Pazifik sind durch die globale Erderwärmung und den ansteigenden Meeresspiegel zunehmend bedroht. 

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