25.04.2015 08:48
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Detailhandel
Uniterre protestiert gegen «skandalöse» Preispolitik
Am internationalen Bauernkampftag machte Uniterre auf die Preispolitik der Grossverteiler und Industrie aufmerksam.

«Sowohl im Milch- als auch im Getreidesektor liegen die Produzentenpreise um die 50 Rappen pro Kilogramm», heisst es in einer Mitteilung von Uniterre. Die Situation der Produzenten sei schwierig. Die tiefen Preise würden die Produktionskosten nicht decken und die Landwirtschaft bedrohen. Auf deregulierten Märkten bestimmten die Industrie und die Grossverteiler, was auf die Teller komme, und der Konsument verliere die Kontrolle über seine Ernährung.

Wachsender wirtschaftlicher Druck ruiniere die bäuerliche Landwirtschaft und verlange agro-industrielle Produktionsmethoden. Heute würden 80 Prozent der Lebensmittel industrielle Kanäle durchlaufen. Aus diesen Gründen fand man am 17. April vor den Filialen verschiedener Grossverteiler Plakate mit dem Aufdruck: «Wir fordern faire Preise für die Bauern und faire Produkte für die Konsumenten.»

Ziel sei es, auf die skandalöse Preispolitik der Grossverteiler und der verarbeitenden Industrie aufmerksam zu machen und für die Initiative für Ernährungssouveränität zu mobilisieren. Das Prinzip der Ernährungssouveränität sei Ausdruck des Willens der Bürgerinnen und Bürger, Nahrung nicht nur als simple Ware zu betrachten, sondern als ein Kulturgut, mit dem man verbunden sei und das man verteidigen müsse. Ernährungssicherheit baue sich auf lokaler Ebene auf mittels Förderung der Kapazitäten der bäuerlichen Landwirtschaft und der kurzen  Versorgungswege.

 

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