9.05.2019 12:52
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
US-Farmer verdienen massiv weniger
Die Landwirte in den USA haben im ersten Quartal 2019 kräftige Einkommenseinbussen hinnehmen müssen. Das US-Handelsministerium in Washington bezifferte die Agrareinkommen für den Berichtszeitraum am Montag vergangener Woche auf insgesamt 36,10 Mrd. USD (36,8 Mrd. Fr.).

Das wäre im Vergleich zum vierten Quartal 2018 ein Rückgang um umgerechnet 10,58 Mrd. Euro (12.1 Mrd. Fr.) oder 24,6% und damit das grösste Minus seit dem ersten Quartal 2016.

Diese negative Entwicklung beeinträchtigte nach Berechnungen der Washingtoner Beamten spürbar das gesamte Wachstum der privaten Einkommen im März, obwohl die Landwirte nur 2% der Beschäftigten in den USA ausmachten. Das Ministerium begründete die Einkommenseinbussen in der Landwirtschaft mit den zunehmenden finanziellen Belastungen durch den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie mit niedrigen Agrarpreisen und einer Reihe von Naturkatastrophen.

Nach Einschätzung der US-Analysten erhöht die negative Entwicklung den politischen Druck auf Washington, den Handelskonflikt mit dem „Reich der Mitte“ zu beenden. Die Landwirte sind eine wichtige Wählerklientel von US-Präsident Donald Trump. Unterdessen erklärte Larry Kudlow, der oberste Wirtschaftsberater des Präsidenten, das Weisse Haus sei darauf vorbereitet, die Farmer noch mehr als bisher zu unterstützen. Bislang stellte die US-Regierung zum Ausgleich von Einbussen durch den Handelskonflikt insgesamt rund 10,8 Mrd. Euro (12.3 Mrd. Fr.) zur Verfügung.

Derweil klagen die Farmer und Rancher in Kalifornien zunehmend über Arbeitskräftemangel. Eine Umfrage des kalifornischen Bauernverbandes (CFBF) und der Universität von Kalifornien zufolge brennt diese Problematik 56% der Landwirte unter den Nägeln. CFBF-Präsident Jamie Johansson forderte deshalb ein verbessertes Einwanderungssystem, das interessierte Arbeitnehmer mit den landwirtschaftlichenArbeitgebern effektiver in Kontakt bringen müsse. 

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