17.08.2019 10:43
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
USA
Verarbeiter sollen US-Landwirtschaft nachhaltiger machen
Forscher plädieren dafür, dass die Verarbeiter von US-Frühstückscerealien nachhaltig produziertes Getreide verarbeiten. Immerhin könnten so bis zu 170‘000 Hektaren nachhaltiger bewirtschaftet werden- eine grössere Fläche als der Kanton Aargau.

Die Mehrheit der US-Amerikaner startet ihren Tag mit Frühstückscerealien, wie der Bericht der Union of Concerned Scientists (UCS) angibt. Das dafür produzierte Getreide belaste die Umwelt allerdings enorm: Ausser Mais und Weizen würden kaum andere Ackerfrüchte angebaut, die Felder stünden zwischen den Kulturen leer. Diese Methoden fördern unter anderem die Erosion und grosse Mengen Pestizide landeten im Wasser, berichtet die UCS weiter.

Kleiner Markt

Obwohl Frühstücksflocken nur ein kleiner Markt für das US-amerikanische Getreide sind, ist die Marktstruktur überschaubar. Vier grosse Firmen machen 86% des gesamten US Frühstückscerealien-Marktes aus.

Die UCS schlägt deshalb in einem Bericht vor, dass die Firmen ihre Verantwortung wahrnehmen sollen, mittels verschärften Umweltstandards bei der Getreideproduktion die Landwirtschaft in den USA umweltfreundlicher zu gestalten.

Der UCS-Bericht hat in drei verschiedenen Szenarien berechnet, um wie viele Hektaren die nachhaltig produzierte Fläche zunehmen würde, wenn einzelne Produkte nur noch mit nachhaltig angebautem Getreide produziert würden:

Szenario 1: alle Kellogg's Frosted Flakes (2017's meistverkaufte Mais-Frühstückscerealien): 12'000 Hektaren

Szenario 2: alle Honey Nut Cheerios (2017's meistverkaufte Hafer-Frühstückscerealien): bis 73'000 Hektaren

Szenario 3: alle Portionen Frosted Flakes und Cheerios zusammengezählt und durch Vollkornprodukte ersetzt: bis 170'000 Hektaren

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