14.08.2014 07:12
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Salzmann
Käsemarkt
Vom Emmentaler darf wieder 10% mehr gekäst werden
Die Produktionsfreigabe für den Emmentaler AOP beträgt ab September 60%. Peter Bürki bezahlt jetzt auch den Richtpreis.

Am Freitag hat der Vorstand der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland (ES) die Produktionsfreigabe für die Monate September und Oktober beschlossen. ES-Direktor Stefan Gasser bestätigt, dass diese 60% beträgt. Das sind 10% mehr als in den Monaten Juli und August. «Wir haben ein Zusatzbudget für diverse Aktivitäten gesprochen, vor allem für Verkaufsförderung. Wir sind überzeugt, damit am Markt einiges bewegen zu können», sagt Gasser.

Und wie sieht es bei der Durchsetzung des höheren Richtpreises aus? «Das ist gut unterwegs. Wir gehen davon aus, dass ihn alle Händler bezahlen.» Alle drei Familien in der Sortenorganisation – Milchproduzenten, Käser und Händler – stünden hinter diesem Preis. Gasser betont: «Das ist ein fairer Preis. Wir haben mit dem in Dorfkäsereien hergestellten Rohmilchkäse ein wertiges Produkt, das wir entsprechend verkaufen müssen.»

In der Tat bestätigt Käsehändler Peter Bürki, der für die Januar- und die Februar-Produktion den ES-Richtpreis noch nicht bezahlt hatte, dass er für die März-Produktion ebenfalls 7.50 Fr./kg bezahlt habe. Im Inland sind laut Gasser die Verkäufe gegenüber der Vorjahresperiode stabil. Zum Ausland, wo der Export im ersten Halbjahr 2014 infolge der höheren Preise gegenüber dem Vorjahr um 18,2% eingebrochen war, erklärt Gasser: «Dort ist die Situation immer noch nicht gut. Aber wir nehmen an, dass einige Abnehmer im Ausland bewusst tiefe Lagerbestände in Kauf genommen haben und diese jetzt nach und nach wieder auf den normalen Bestand erhöhen.»

 

 

 

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