14.07.2014 11:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Wallis
VS: Migros baut grosses Gewächshaus
Der Grossverteiler Migros will im Unterwallis ein grosses mit Fernwärme beheiztes Gewächshaus bauen. In Collombey-Muraz sollen bis zu 120 neue Vollzeitstellen geschaffen werden.

Im geplanten Gewächshaus soll künftig zum Beispiel Peperoni weitgehend CO2-neutral angebaut werden, wie die Migros am Montag mitteilte. Das Gewächshaus soll ausschliesslich mit der Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage im Monthey VS beheizt werden. Das Bewilligungsverfahren für den Bau des Gewächshauses sei in diesen Tagen eingeleitet worden. Wann dieses Gewächshaus den Betrieb aufnehmen wird, ist noch nicht bekannt.

Es handle sich um das erste Projekt der Migros in dieser Art, sagte Migros-Mediensprecher Urs Peter Naef auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Migros verfüge bisher über keine Gewächshäuser. Das Land werde von einem lokalen Landwirt zur Verfügung gestellt.

5000 bis 6000 Tonnen

Das Errichten des Gewächshauses erfolge aus ökologischen Gründen, sagt Migros-Sprecher Urs Peter Naef gegenüber schweizerbauer.ch. "Wir können damit auf einen Grossteil der Import-Peperoni verzichten", fährt er fort. Über die Produkitonsmenge schweigt sich Naef aus. Die Walliser Landwirtschaftskammer geht von einer jährlichen Produktion von 5000 bis 6000 Tonnen aus. Die bebaute Fläche soll rund 20 ha betragen.

Der Bau weitere Gewächshäsuer sei nicht geplant, auch andere Kulturen sollen in diesem Gewächshaus nicht angepflanzt werden. Betrieben wird die Anlage von M-Industrie, der Industrietocher der Migros. "Im Januar werden die Setzlinge gesteckt, die Erntezeit ist von april bis ende november. Danach wird das Gewächshause ausgeräumt, gereinigt und für die nächste bepflanzung vorbereitet", führt Neaf gegenüber schweizerbauer.ch weiter aus.

Interesse von Walliser Landwirtschaft

Die Walliser Landwirtschaftskammer (WLK) und die Walliser Obst- und Gemüse-Branchenorganisation (IFELV) zeigen grundsätzlich Interesse und sind falls nötig bereit zur Zusammenarbeit, wie sie in einer gemeinsamen Medienmitteilung festhielten.

Das gelte allerdings nur unter dem Vorbehalt dass das angebaute Gemüse dem regionalen Gemüseanbau nicht Konkurrenz mache. Man bleibe wachsam gegenüber der Entwicklung des Gemüsesortiments in diesen Gewächshäusern, hielt CVP-Nationalrat und IFELV-Präsident Yannick Buttet fest.

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