23.06.2014 07:28
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Weinaffäre: Giroud klagt gegen Unbekannt
Der Walliser Weinhändler Dominique Giroud hat bei der Bundesanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht. Die Klage wurde Mitte Mai deponiert und hat die Schweizer Weinhandelskontrolle im Visier.

Es gehe um ein mögliches Leck bei der Weinhandelskontrolle, erklärte der Kommunikationsbeauftragte von Giroud, Marc Comina, auf Anfrage und bestätigte eine Meldung der «Schweiz am Sonntag». Dabei geht es um die Berichterstattung über die Affäre Giroud im Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Dieses hatte im März auf seiner Webseite ein Dokument der Weinhandelskontrolle aufgeschaltet.

Damit erhält die Affäre um den Walliser Weinhändler einen neuen Dreh. Am 11. Juni waren Giroud, ein Privatdetektiv, ein professioneller Hacker und ein Mitarbeiter des Nachrichtendienstes des Bundes auf Antrag der Genfer Staatsanwaltschaft verhaftet worden. Sie stehen im Verdacht, Hackerangriffe auf Computer von zwei Journalisten der Zeitung «Le Temps» und der RTS ausgeführt zu haben.

Später wurde bekannt, dass der Privatdetektiv vertrauliche Dokumente an einen RTS-Journalisten weitergegeben hatte - offenbar in der Hoffnung, das Leck ausfindig zu machen. Giroud reichte in der Folge Strafanzeige wegen Betrug und Veruntreuung gegen seinen Privatdetektiv ein. Angefangen hatte die Affäre mit einem Steuerverfahren.

Auch die Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) des Schweizer Parlaments beschäftigt sich mittlerweile mit der Affäre Giroud. Sie beschränkt ihre Arbeit auf die Aspekte, welche die Arbeit des Nachrichtendienstes betreffen.

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