6.02.2015 06:19
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Milchmarkt
Weitere Milchpreissenkungen wegen Eurokrise
Der schwache Euro zieht die Milchpreise weiter nach unten. Diverse Milchhandelsorganisationen ziehen mit Emmi mit.

Vergangene Woche hat die grösste Schweizer Molkerei Emmi bekannt gegeben, den Milchbauern zusätzliche 2,2 Rp./kg Milch wegen des stark gesunkenen Eurokurses abzuziehen.

ZMP bei 55,9 Rp./kg

Diese Preissenkung geben nun auch die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) als grösste Emmi-Lieferanten weiter. Im Gegensatz zu den Emmi-Direktlieferanten ist bei den ZMP jedoch nicht von einem Abzug, sondern von einem Rückbehalt die Rede. «Die ZMP müssen deshalb den bisherigen Rückbehalt auf der Milch Suisse Garantie von 1,5 auf 4,1 Rappen erhöhen (Nettopreisreduktion von 2,6 Rappen)», heisst es in der neusten ZMP-Info.  Vom ZMP-Basispreis von 60 Rp./kg abgezogen, ergibt das also einen ausbezahlten Milchpreis von noch 55,9 Rp./kg.

Rückbehalt bei NOM

Bereits vor dem Entscheid der Schweizer Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, hat die Nordostmilch (NOM) ihren Lieferanten mitgeteilt, im Februar noch 56 und im März 55 Rp./kg zu bezahlen. NOM-Geschäftsführer René Schwager bestätigt, dass auch die NOM von der neuen Wechselkurssituation betroffen sei. «Wir werden aber nicht Rückbehalte machen, sondern die Milchpreise wenn nötig anpassen. Unsere Preise ab März werden wir etwa Mitte Februar kommunizieren», erklärt Geschäftsführer Schwager.

Auch Miba geht runter

«Wir werden den Preis auch in einem ähnlichen Umfang wie andere Milchhandelsorganisationen reduzieren», sagt Miba-Geschäftsführer Christophe Eggenschwiler. Zwar habe die Miba nicht die Hauptmilchmenge bei Emmi. Jedoch erwarte er, dass von anderen Abnehmern wie etwa Cremo oder Hochdorf auch Preisdruck kommen könnte. Über die genaue Höhe des Preisrückgangs könne er noch nicht Auskunft geben. «Wir werden unsere Produzenten aus erster Hand per Brief informieren», ergänzt er.

Noch keine Aussage kann Donat Schneider, Geschäftsführer der Aaremilch AG, machen: «Für Februar gibt es keine weiteren Anpassungen. Da wir noch nicht mit allen Abnehmern für März verhandelt haben, wissen wir noch nicht, ob und um wie viel allenfalls der Preis im März angepasst werden muss.»

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