6.04.2016 16:39
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Neuseeland
Weltmilchmarkt: Kleiner Lichtblick
Am Dienstag sind bei der jüngsten Auktion an der neuseeländischen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) alle Notierungen ausser jene für Butter und Buttermilchpulver gestiegen. Analysten bezeichnen den Anstieg als „kleinen Lichtblick“.

Die Notierungen im neuseeländischen Auckland sind nach einer Reihe von Rückgängen am Dienstag wieder gestiegen. Wie aiz.info berichtet, waren dafür in erster Linie die stabilen Notierungen für Mager- und Vollmilchpulver verantwortlich. Rückläufig waren nur die Preise für Butter und Buttermilchpulver.

Vollmilchpulver legt zu

Der Gesamtindex, der verschiedene Molkereiprodukte und Kontrakt-Zeiträumen zusammenfasst, legte um 2,1% zu. Im Vergleich zur letzten Auktion vom 16. März haben sich die Notierungen für Butteröl (+10,5%) und Cheddar-Käse (+6,7%) deutlich erhöht. Der Index für Lactose stieg um 6,2% und jener für Kasein um 11,8%.

Grosses Gewicht für den Anstieg des Gesamtindexes hatten die festeren Notierungen beim Hauptprodukt Vollmilchpulver (+1,5%). Minim zugelegt hat auch das Magermilchpulver (+0,1%). Der Index für Butter (-2%) und jener für Buttermilchpulver (-8,2%) gaben deutlich nach. Die insgesamt gehandelte Menge an Milchprodukten stieg gegenüber der letzten Auktion spürbar auf 22‘682 t. Die Anzahl der teilnehmenden Bieter nahm auf 163 zu.

Keine grosser Preisanstieg bis zum Jahresende

Analysten und neuseeländische Produzentenvertreter erachten die Preisanstiege als „kleinen Lichtblick“. Den Index-Anstieg dürfe aber nicht überbewertet werden. Der Vorsitzende des Milchausschusses der neuseeländischen Farmer-Organisation, Andrew Hoggard, gibt zu bedenken, dass sich die Weltmarktpreise für Milchgrundprodukte weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau befinden. Er erwartet keine spürbare Preisverbesserung vor Jahresende.

Ökonomin Anne Boniface hat eine "etwas bessere Stimmung am Commodity-Markt" festgestellt. Theo Spierings, Geschäftsführer des Molkereiunternehmens Fonterra, geht davon aus, "dass das Ungleichgewicht am Milchmarkt kurzfristig anhalten wird". Langfristig würden die fundamentalen Marktfaktoren jedoch auf eine positive Preisentwicklung hindeuten.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE