17.02.2015 12:41
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Futtermittel
Weniger Futtermitel beanstandet - Probleme bei Importen
Die Beanstandungen von Futtermitteln für Nutz- und Heimtiere sind gemäss der Forschungsanstalt Agroscope in den letzten Jahren zurückgegangen. Trotzdem sei aufgrund einzelner Fälle Vorsicht geboten, warnt Agroscope. So wurden unter anderem Salmonellen gefunden.

Untersucht wurden im vergangenen Jahr 1329 Proben von Nutztierfuttermitteln sowie 153 Proben von Heimtierfuttermitteln, wie Agroscope am Dienstag mitteilte. Drei Viertel der untersuchten Nutztierfutter gaben keinerlei Anlass zu Beanstandungen. Alle auf gentechnisch veränderte Organismen untersuchten Proben fielen negativ aus.

Unvollständige Etikettierung

Der Anteil leichter Beanstandungen beispielsweise wegen unvollständiger Etikettierung oder von der Deklaration geringfügig abweichender Gehalte lag bei 11,4 Prozent. Der Anteil der Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen lag bei 12,7 Prozent.

Ein Rückblick auf die letzten sieben Jahre zeige eine erfreuliche Tendenz auf, schreibt Agroscope weiter. So sei der Anteil der konformen Proben von 50 auf 75 Prozent gestiegen. Der Anteil von Proben mit nicht konformen Analyseresultaten sei seit 2012 allerdings wieder angestiegen.

Beanstandungen bei importierten Futtermitteln

Ein besonderes Augenmerk legte Agroscope auf importierte Futtermittel. Dabei wurden 264 Einzelfuttermittel, 26 Mischfuttermittel und 71 andere Produkte untersucht. Der Anteil der Futtermittel ohne Beanstandung lag bei 85 Prozent. 5,7 Prozent der Proben wurden wegen leichten Nicht-Konformitäten beanstandet, während der Anteil der nicht-konformen Futtermittel bei 9,3 Prozent lag.

Der Hauptanteil der Beanstandungen sei auf Zusatzstoff- und Nährstoffgehalte zurückzuführen, die ausserhalb der amtlichen Toleranzgrenzen lagen, oder auf bedeutende Deklarationsmängel. Zudem seien in verschiedenen Fällen unerwünschte Substanzen festgestellt worden. Dabei handelte es sich um Aflatoxine in Maiskleber, Chlortetracyclin in einem importierten Kälberfutter, fünf Fälle von Salmonellen in Maiskleber, Sojaextraktionsschrott, Sonnenblumenkuchen oder Fischmehl.

Agroscope habe Sofortmassnahmen eingeleitet, damit die Gesundheit von Mensch und Tier in der Folge nicht gefährdet worden seien. Zudem seien der Branche Kontrollmassnahmen empfohlen worden.

Verbesserung bei Heimtierfutter

Agroscope hat bei den Untersuchungen auch eine starke Verbesserung bei den Heimtierfuttermitteln festgestellt. Von den 153 bei Herstellern und Wiederverkäufern erhobenen Proben von Heimtierfuttermitteln hätten 35,3 Prozent kleinere Mängel aufgewiesen.

Zu Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen gaben lediglich zwei Proben Anlass, wie Agroscope schreibt. Sie wiesen Gehalte an Ambrosia-Samen auf, die über dem Höchstwert lagen. Beide Produkte wurden vom Markt genommen. Von den insgesamt 1329 Nutztierfuttermittelproben wurden 248 Mischfutter und weitere Produkte sowie 155 Einzelfuttermittel auch auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Dabei habe keine einzige Probe Anlass zu Beanstandungen gegeben, schreibt Agroscope.

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