1.04.2014 09:00
Quelle: schweizerbauer.ch - Ulrike Steingräber
Milchmarkt
Zusammenschluss als Win-Win-Situation
Mit deutlichem Mehr von 93 Prozent stimmten die Delegierten des Walliser Milchverbandes (WMV) am Montag in Siders einer industriellen Zusammenführung von Vallait und Valcrème mit der Cremo zu. Die Umsetzung des Projekts soll im Juli 2014 mit der Unterzeichnung der Verträge und nach Zustimmung der Wettbewerbskommission (WEKO) erfolgen.

Der Zusammenschluss soll nicht nur die industrielle Tätigkeit des Standortes Siders nachhaltig sichern, sondern auch die Wertschöpfung der Milchproduktion der Mitglieder des WMV garantieren.

Vizepräsident des WMV Max Stalder optimistisch: „Dank des Zusammenschlusses können wir die Wertschöpfung der Milch und des Käses unserer Mitglieder garantieren und zugleich eine Unternehmensgruppe stärken, die die Milchwirtschaft in der Romandie konsolidiert und fähig ist, den zukünftigen Entwicklungen des Milchmarktes standzuhalten.“

Kein Verlust von Arbeitsplätzen

Es wurde betont, dass Siders als strategischer Standort bestehen bleibt und sich in Zukunft sogar als Käse-Kompetenzzentrum positionieren soll. Geplant ist auch, dass sämtliche Angestellte des WMV von der Cremo übernommen werden. Ebenfalls wurde darauf hingewiesen, dass der WMV nicht verkauft werde, sondern es sich grundsätzlich um einen Aktienaustausch handelt.

So tausche der WMV seine Aktien von Vallait und Valcrème gegen Cremo-Aktien. Hingegen würden sämtliche Immobilien des WMV an die Cremo verkauft, die Marke Valdor bleibe jedoch Eigentum des WMV. Mit der Integration der zwei Walliser Firmen in die Cremo wird der WMV drittgrösster Aktionär des Grossunternehmens.

Vorteile für beide Seiten

Auch die Milchproduzenten des WMV sollen von der Zusammenarbeit der Firmen profitieren: So haben diese die Garantie, wie Direktproduzenten von Cremo behandelt zu werden. Zudem haben sie die Übernahmesicherheit ihrer Milch bzw. ihres Käses und erhalten ausserdem einen angemessenen Milchpreis.

Die Cremo plant, alle Verträge, die zwischen Valcrème und Alpgold bestehen, langfristig bis ins Jahr 2033 zu übernehmen. Schlussendlich sei die Fusion eine langfristige nachhaltige Lösung, die für beide Parteien gewinnbringend ist und folglich eine Win-Win-Situation darstellen soll.

Gemeinsam die Zukunft meistern

„Ich als Projektleiter bin stolz auf unsere Milchproduzenten. Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und stellen uns den Markt-Veränderungen. Wir gestalten unsere Zukunft bewusst und proaktiv, indem wir uns mit einem starken Partner – sprich Cremo – zusammenschliessen. Gemeinsam werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern können“, so Stalder.

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