7.02.2017 06:37
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
AP2017
19 Verordnungen in Vernehmlassung
Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat am Montag ein umfangreiches Paket von Verordnungsänderungen in die Vernehmlassung gegeben. Sie betreffen die Landwirtschaft.

Das Verordnungspaket 2017 besteht aus Änderungsentwürfen zu 16 Verordnungen des Bundesrates, zwei des WBF und einer Verordnung des Bundesamtes für Landwirtschaft. Die Änderungen sollen mehrheitlich am 1. Januar 2018 in Kraft treten. Das Paket sieht Änderungen in den unterschiedlichsten Bereichen vor. In der Direktzahlungsverordnung sollen neue Ressourceneffizienzbeiträge eingeführt werden. Diese betreffen beispielsweise die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln im Rebbau und beim Anbau von Zuckerrüben.

Bei den Tierwohlbestimmungen sollen einerseits Förderprogramme von geringer Bedeutung, beispielsweise für Hengste und Ziegenböcke, aufgehoben werden. Anderseits sollen neu Bisons und Hirsche von Massnahmen zugunsten des Tierwohls profitieren können. Die Kantone sollen mehr Flexibilität bei den Anmeldeterminen für verschiedene agrarpolitische Massnahmen erhalten. Vereinfachungen bei Parzellenplänen und den Aufzeichnungen zur Grünlandnutzung sollen die administrative Belastung weiter senken.

Die Strukturverbesserungsmassnahmen sollen noch gezielter auf die Stärkung der Wirtschaftlichkeit ausgerichtet werden. Neu sollen bauliche Massnahmen zur Verwirklichung der ökologischen Ziele in allen Zonen mit Beiträgen gefördert werden. Bei der Absatzförderung wird vorgeschlagen, die Zuteilung der Mittel aufgrund von Förderschwerpunkten festzulegen. Die Beteiligung des Bundes wird grundsätzlich auf 40 Prozent gesenkt, wobei besonders förderungswürdige Vorhaben nach wie vor mit bis zu 50 Prozent unterstützt werden können.

Die Vernehmlassung dauert bis am 12. Mai.

Hier gehts zum Verordnungspaket

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