29.05.2013 15:48
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
AP 17
AP 17: St. Galler Bauernverband will kein Referendum
Der Landwirtschaftsrat des Kantons St. Gallen will ein allfälliges Referendum gegen die neue Agrarpolitik nicht unterstützen. Bei einer Abstimmung seien vor allem die Bauern die Verlierer, waren sich die Teilnehmenden einig.

Das Verdikt war eindeutig. 25 der 31 anwesenden Mitglieder des Landwirtschaftsrates stimmten am Dienstag gegen ein Referendum zur Agrarpolitik 2014-17. Fünf Personen waren dagegen, eine enthielt sich der Stimme.

Der Rat sei sich einig gewesen, dass bei einer Volksabstimmung die Bauern die Verlierer sein würden, schreibt der St. Galler Bauernverband in einem Communiqué. Zwar würden viele Bauern die AP 14-17 ablehnen, aber aus unterschiedlichen Gründen. Deshalb wäre es sehr schwierig, eine neue Vorlage auszuarbeiten, welcher sämtliche landwirtschaftliche Kreise zustimmen würden. Der St. Galler Bauernverband (SGBV) befürchtet bei einem Abstimmungskampf zudem einen massiven Imageschaden. Die Bauern würden ein leichtes Opfer für die Medien werden, betont der der SGBV.

Der St. Galler Bauernverband strebt daher nach einer allfälligen Ablehnung eines Referendums (die Schreibweise des Communiqués deutet aber darauf hin, dass der SGBV mit einem Referendum rechnet) Korrekturmassnahmen für eine produzierende Landwirtschaft auf dem Verordnungsweg an. Der SGBV will eine Besserstellung bei den Tierwohlbeiträgen, beim Ackerbau sowie bei den Produktionssystembeiträgen erreichen. „Insbesondere sollen jene Betriebe stärker gefördert werden, welche Milch und Fleisch mit dem eigenen Grundfutter produzieren. Nach Meinung des Landwirtschaftsrates muss die neue Agrarpolitik den Betrieben eine möglichst hohe Entwicklungsfreiheit lassen“, schliesst das Communiqué.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE