16.01.2013 17:56
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
AP 2017
AP 2017 - Landwirtschaftskammer gibt Vorstand den Auftrag Referendum zu prüfen
Die Landwirtschaftskammer (Laka) des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) ist unzufrieden mit der Agrarpolitik 2014-2017 (AP 2017). In einer Konsultativabstimmung hat er am Mittwoch deshalb dem Vorstand den Auftrag gegeben, ein Referendum zu prüfen.

Beim Bereinigen der AP 2017 in der Laka stellte Hans Frei, Präsident des Zürcher Bauernverbandes (ZBV) den Antrag, dem SBV-Vorstand den Auftrag zu geben, ein Referendum zu prüfen.

"Aus Sicht des SBV ist die Vorlage gescheitert. Denn die wichtigsten Weichen namentlich bei den Landschaftsqualitäts- und der Abschaffung der Tierbeiträge sind gestellt", sagt Frei auf Anfrage. Der ZBV habe denn auch schon diverse Rückmeldungen aus den Reihen seiner Mitglieder bekommen, ob er da einfach tatenlos zuschauen wolle. Der Ausschuss des ZBV habe sich deshalb entschieden, an der Laka vorstellig zu werden.

"Wir haben uns damit auseinander gesetzt und festgestellt, dass bei gut geführten Betrieben rund ein Viertel der Beiträge in die Übergangsbeiträge geführt. Das bedeutet, dass diese Betriebe sich massiv verändern müssen, um mittel- und längerfristig durchzukommen", fügt er an.

SBV-Sprecherin Sandra Helfenstein bestätigt auf Anfrage den Sachverhalt: "Ich kann bestätigen, dass heute mehrere Mitglieder der Laka dem Vorstand den Aufrag gegeben haben, ein Referendum zu prüfen." Das werde dieser nun auch machen.

Dem Vernehmen nach stimmte die Laka mit grossem Mehr für den Antrag. Es gab nur wenige Enthaltungen und 3 Nein-Stimmen aus dem Kanton Graubünden. 

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