13.05.2013 06:41
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
AP 2017
AP 2017 bevorteilt sehr grossflächige Betriebe noch stärker
Eine Auflistung der "Sonntagszeitung" zeigt im Detail, wohin die 2,8 Milliarden Franken Subventionen für die Bauern fliessen und wie hoch die Direktzahlungen auf Gemeindeebene sind. Betriebe in den Bündner Bergen kassieren im Schnitt 40 Prozent mehr als der Rest der Schweiz.

Westschweizer Bauern erhalten 20 Prozent mehr als ihre Deutschschweizer Kollegen. Die Gemeinde mit den höchsten Zahlungen pro Hof – sie lagen im Jahr 2011 bei 143'631 Franken – ist Les Verrières im Kanton Neuenburg. Die Daten hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) im Auftrag der "Sonntagszeitung" errechnet. Von den zwölf Gemeinden mit den höchsten Zahlungen pro Bauernhof liegen neun in der französischen Schweiz, je eine im Tessin, im Berner Jura und in Graubünden. Zu berücksichtigen ist, dass die Betriebe mit den höchsten Direktzahlungen nicht diejenigen mit den grössten Einnahmen sind.

Ab 2014 werden die Direktzahlungen neu verteilt – derzeit arbeitet das BLW die Details aus. Jetzt schon ist klar: Besitzer von viel Anbaufläche werden profitieren. Bauern rechnen damit, dass sie künftig für Vieh weniger Geld bekommen werden. Grossbetriebe in der Romandie und Bergbauern in Graubünden, wo zusätzliche Flächen erschlossen werden, würden damit ihren Vorsprung auf andere Schweizer Bauernbetriebe ausbauen.

Durchschnittliche Direktzahlungen der Top-12-Gemeinden

pro Betrieb in Franken

Les Verrières NE: 143'631
Alto Malcantone TI: 140'846
Bure JU: 139'183
Pleigne JU: 138'616
Cornol JU: 135'104
Arconciel Fr: 132'188
Ballaigues VD: 131'144
Grandfontaine JU: 130'104
Bulle FR: 129'614
Crémines BE: 129'511
Avers GR: 126'791
Haute-Ajoe JU: 126'178

Hier können Sie die Direktzahlungen pro Gemeinde interaktiv abrufen

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