23.10.2013 17:31
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Organisationen
Bauernverband: Korrekturen ungenügend
Auch der Schweizerische Bauernverband ist mit den Ausführungsbestimmungen zur AP 14-17 nicht zufrieden. So attestiert er dem Bundesrat zwar, dass die Korrekturen des Bundesrates in die richtige Richtung zielen. Die Änderungen seien aber ungenügend, insbesondere beim Ackerbau.

Der Bauernverband begrüsst einige Korrekturen seit der Anhörung der betroffenen Kreise im vergangenen Sommer. Erwähnt werden im Communiqué die gesenkten Anforderungen beim Mindesttierbesatz (die grosse Mehrheit der Betriebe solle so zu Versorgungssicherheitsbeiträgen kommen), den tieferen Anforderungen bei der graslandbasierten Milch- und Fleischbeiträgen sowie den korrigierten GVE-Faktor für Mutterkühe (1 Mutterkuh = 1 GVE).  Auch die Erhöhung der Beiträge für offene Ackerkulturen (+100 Fr. auf 400 Fr.) erfreut den Verband.

Enttäuscht wegen fehlenden Beiträgen

Auch für das Berggebiet gäbe es eine gute Nachricht, heisst es weiter. Der Bundesrat hat beschlossen, einen linearen Beitrag aufgrund des Anteils Fläche in Steillagen am Betrieb einzuführen und die aktuellen Bestimmungen zur Kurzsömmerung beizubehalten.

Nicht erfreut ist der SBV über die Senkung des Einzelkulturbeitrages bei Zuckerrüben und Raps. Und auch der fehlende Beitrag für das Futtergetreide wird bedauert. Enttäuschend für den SBV ist zudem, dass der Referenzpreis für Brotgetreide um 3 Fr./dt auf 53 Fr./dt herabgesetzt wird.

Nur noch wenig Zeit übrig

Den Betrieben bliebe nun nur noch wenig Zeit (Inkraftsetzung am 1. Januar 2014) übrig, bis die meisten Bestimmungen der AP 14-17 in Kraft treten würden. Den Bauernfamilien und den Beratungsdiensten stehe deshalb in den kommenden Monaten viel Arbeit an. „Die Entscheide des Parlaments müssen rasch umgesetzt werden und dürfen nicht zu einem übermässigen Anstieg der administrativen Kosten führen“, betont der SBV.

Mit der Aktualisierung seiner Strategie setze sich der SBV dafür ein, „optimale Rahmenbedingungen zu gestalten, die den Bauernfamilien bestmögliche Zukunftsperspektiven“ böten.

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