19.10.2017 14:44
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Verordnungspaket 2017
Bauernverband mässig zufrieden
Am Mittwoch hat der Schweizer Bauernverband das Verordnungspaket 2017 verabschiedet. Es enthält 21 geänderte Verordnungen; die meisten Anpassungen treten am 1. Januar 2018 in Kraft. Der Schweizer Bauernverband zieht eine durchzogene Bilanz.

Das Verordnungspaket beinhaltet neue Ressourceneffizienzprogramme, angepasste Biodiversitätsbeiträge, zielgerichtetere Absatzförderungsbeiträge und weitere administrative Vereinfachungen.

Der Schweizer Bauerverband (SBV) kann dem Paket einige positive Aspekte abgewinnen. Beispielsweise, dass die Ressourceneffizienzbeiträge zur Reduktion der Pflanzenschutzmengen nicht nur für Zuckerrüben- und Wein-, sondern neu auch für Obstkulturen gibt. Auch die Verlängerung der Regelung zur Kurzalpung und die Beiträge zu Absatzförderung (50% der eingesetzten Mittel) werden positiv gewertet.

Kein Verständnis hat der Verband für die Kürzung der Beiträge für extensive Wiesen, Streuflächen, Hecken, Feld- und Ufergehölze der Qualitätsstufe I um einen Fünftel. «Damit ändert sich die Abgeltung einer Leistung mitten in der Vertragsdauer. Es ist aber nicht überall möglich, die neu höher bezahlte Qualitätsstufe II zu erreichen», hält der SBV fest. Die obligatorische Baumpflege in den ersten 10 Jahren der Pflanzung bringe zusätzlichen Kontrollaufwand.

Auch dass die Beiträge für RAUS (regemässiger Auslauf im Freien) nicht erhöht werden, bedauert der Verband. «Die unbefriedigende Lage des Milchmarktes hätte dies gerechtfertigt», betont der SBV.

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