19.02.2016 15:06
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Direktzahlungen
Bio Suisse gegen Kürzungen
Bio Suisse lehnt Kürzungen des landwirtschaftlichen Zahlungsrahmens ab. Um bei Importen stärker auf Nachhaltigkeit zu achten, schlägt die Organisation einen Gegenvorschlag zur Fair-Food-Initiative vor.

Die einzelnen Instrumente der Agrarpolitik sollten beibehalten werden, schreibt Bio Suisse in einer Medienmitteilung. Bundesrat und Parlament fordert die Organisation auf, ihre Versprechen halten und damit die Landwirtschaft auf eine langfristige Vertrauensbasis stellen.

Bei der aktuellen Agrarpolitik sieht Bio Suisse Ziellücken bei den Umwelt- und Tierwohlparametern, bei der Düngereffizienz, der Biodiversität, bei Pestiziden und beim Antibiotika-Einsatz. Falls exzessiv hohe Direktzahlungen durch Buchhaltungs-Ergebnisse bestätigt werden, fordert Bio Suisse Gegenmassnahmen des Bundes.

Die Agrarpolitik 2018–21 soll die Schweizer Landwirtschaft und die Lebensmittelbranche bei der marktorientierten Qualitätsproduktion stützen, fordert Bio Suisse. Mit der Ausdehnung der bestehenden Extenso-Programme auf weitere Kulturen, mit höheren Biobeiträgen oder Verbesserungen bei beim RAUS-Tierwohlprogramm und bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion kann der Bund die Alleinstellungsmerkmale beim Tierwohl, bei der graslandbasierten Fütterung und bei ökologischen Produktionssystemen verstärken, heisst es weiter.

Die Dachorganisation der Biobauern fordert zudem, dass internationale Nachhaltigkeits-Bestrebungen stärker in die Debatte um die Öffnung von Schweizer Märkten einbezogen werden. Bio Suisse sieht einen Gegenvorschlag zur Fair-Food-Initiative der Grünen als richtigen Weg dafür.

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