7.04.2016 16:08
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Direktzahlungen
Direktzahlungen: SMP fordern rasche Korrekturen
Das landwirtschaftliche Verordnungspaket ist noch bis Ende nächster Woche in der Anhörung. Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) orten bei den Direktzahlungen Mängel und fordern, dass diese rasch korrigiert werden.

Es brauche weitergehende Korrekturen bei den Verordnungen zur Agrarpolitik und den Direktzahlungen, heisst es in einer Mitteilung der SMP zum Agrarpaket 2016. Die Bauern bräuchten und erwarteten rasch bessere Rahmenbedingungen. Unter den Vorschlägen des Bundesamts für Landwirtschaft im landwirtschaftlichen Verordnungspaket 2016 seien kaum substanzielle Verbesserungen für die Betriebe zu finden, so die Dachorganisation der Schweizer Milchproduzenten.

Die SMP fordern rasche Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen. Dies gälte insbesondere für die Milchproduzenten, die wegen der internationalen Entwicklung der Märkte und dem Wechselkurs des Euro zum Franken unter gewaltigem Druck stünden. Die SMP haben 6 Forderungen in der Stellungnahme eingefügt.

Die 6 Forderungen der SMP:

• Biodiversitätsbeiträgen: Reduktion der Ansätze bei der Qualitätsstufe 1 sowie weitergehende Begrenzung der beitragsberechtigten Fläche je Betrieb. Die Mittel sollen in die Tierwohlprogramme insbesondere für RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) umgelagert werden. Die unverhältnismässig hohe Abgeltung für Leistungen mit geringem Aufwand will der SMP damit korrigieren.

• BTS- und Raus-Programm: Weiterentwicklung des Raus-Programms für Raufutterverzehrer in ein 2-stufiges Programm; Standardprogramm mit "Auslauf ins Grüne" (Stufe 1) und Weidehaltung "Plus" (Stufe 2) sowie Erhöhung der Beitragssätze für Raufutterverzehrer. Damit werde der Entwicklung der Betriebe Rechnung zu tragen und das Tierwohl nachhaltig gefördert, so die SMP.

• "Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion" (GMF): Anpassung des Programms in Richtung eines Raufutterprogramms. Zudem soll es eine administrative Vereinfachungen geben.

• Ressourceneffizienz-Beiträgen: Harmonisierung der Massnahmen. Administrativ einfache Gestaltung ohne neue Vorschriften.

• Landschaftsqualitäts-Beiträgen: "Teilweise sehr fragwürdige Massnahmen" sollen eingeschränkt und die Beitragsansätze gegebenenfalls reduziert werden. Es sollen keine neuen Mittel dafür eingesetzt werden. Der kantonale Plafond soll unverändert und unbefristet weitergeführt werden. Die Mittel sollen zielgerichtet eingesetzt werden.

• Weitergehende Korrekturen bei der Administration, um die Betriebe zu entlasten.

Begrüsst wird von den Milchproduzenten die vorgesehene Ausdehnung der Marktbeobachtung auf die Produktionsmittel wie Dünger, Pflanzenschutz und Saatgut. Sie erhoffen sich von einer höheren Transparenz tiefere Kosten.

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