3.06.2013 15:53
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
AP 2017
Freisinnige Bauern wollen keine Landschaftsqualitätsbeiträge vor 2016
Die AP 14-17 schlägt hohe Wellen. Die Freisinnigen Bauern Schweiz (FBS) verlangen, dass Landschaftsqualitätsbeiträge erst ab 2016 ausgeschüttet werden. Die freiwerdenden sollen als Zuschlag zu Versorgungssicherheitsbeiträgen ausgerichtet werden. Auch das Absenken des Grenzschutzes beim Brotgetreide verärgert die FSB.

Die freisinnigen Bauern sind mit einigen Aspekten der neuen Agrarpolitik 2014-17 unzufrieden. Vor allem bei den Landschaftsqualitätsbeiträgen (LQB) und beim Grenzschutz des Brotgetreides sehen die FSB Handlungsbedarf.

Mehr Direktzahlungen für produzierende Landwirtschaft

Die LQB sollen erst ab 2016 ausgerichtet werden, damit die Kantone genügend Zeit haben, um Projekte auszuarbeiten, welche anschliessend durch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) bewilligen werden können. So werde sichergestellt, dass alle Bauern die Möglichkeit haben, LQB zu beziehen. Die Landwirte könnten so prüfen, ob sie an den Programmen teilnehmen wollen, heisst es in einem am Montag versandten Communiqué des FSB. Die freiwerdenden finanziellen Mittel sollen als Zuschläge von 200 Franken pro Hektar zu den Versorgungssicherheitsbeiträgen in den Jahren 2014 und 2015 ausgerichtet werden.

„Absolut inakzeptabel ist auch die Art der geplanten Einführung, dass pro Kanton ein Projekt möglich ist“, schreibt der FSB. Zudem müssten die Direktzahlungen zugunsten der produzierenden Landwirtschaft verstärkt werden. Eine Erhöhung der Ansätze bei den Bioförderflächen wird abgelehnt.

Kein Abbau des Grenzschutzes beim Brotgetreide

Gar nicht erfreut sind die FSB über die geplante Reduktion des Grenzschutzes beim Brotgetreide. Es sei unklug, beim Grenzschutz Senkungen durchzuführen, die bei künftigen Verhandlungen gar nicht honoriert und der Schweiz Mindereinnahmen bescheren würden. „Es ist schon fast zynisch, wenn der Bundesrat die vom Parlament verlangte Förderung des Futtergetreideanbaus durch eine Senkung des Brotgetreidezolls erreichen will. Das war sicher nicht der Wille des Parlaments“ lässt sich Nationalrat und Präsident der FBS, Walter Müller (FDP/SG), zitieren.

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