19.02.2016 13:48
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Direktzahlungen
Kleinbauern wollen Auswüchse korrigieren
Am Donnerstag endete die Vernehmlassungsfrist zum Zahlungsrahmen 2018-21. Die Kleinbauern-Vereinigung ist gegen die vom Bundesrat angedachte Kürzung der Direktzahlungen. Sie fordern aber eine Direktzahlungsobergrenze.

Am Donnerstag endete die Vernehmlassungsfrist zum landwirtschaftlichen Zahlungsrahmen 2018-21. Der Bundesrat will insgesamt 13,041 Milliarden Franken für die Landwirtschaft zur Verfügung stellen - gut 750 Millionen weniger als bisher. Bürgerliche Parteien, aber auch viele Organisationen können den Sparplänen nichts Positives abgewinnen.

Gegen Kürzungen bei den Direktzahlungen spricht sich auch die Kleinbauern-Vereinigung (VKMB) aus. Es sei problematisch, so kurz nach der Einführung der AP 14-17 die finanziellen Mittel zu streichen, teilt die Organisation am Donnerstag per Communiqué mit. Damit sende der Bundesrat ein negatives Zeichen zur falschen Zeit.

Erneut bekräftigt das VKMB die Forderung, die „aktuellen Auswüchse bei den Direktzahlungen“ zu korrigieren. Gemäss den Kleinbauern erhalten die 10 Prozent grössten Betriebe 24 Prozent aller Direktzahlungen. Grosse Betriebe würden ohne zusätzliche Leistung eine flächenbezogene Rente nach dem Giesskannenprinzip ergattern. Damit werde aber die Akzeptanz dieser Zahlungen bei der Bevölkerung „unnötig“ geschwächt.

Die Vereinigung fordert eine Direktzahlungsobergrenze von 150‘000 Franken und eine Umverteilung der Basisbeiträge zur Versorgungssicherheit. Und statt den Fokus auf den „überholten technischen Fortschritt zu legen“, müsse der Bund auf mehr Effort bei der Ressourcenschonung und der Energieeffizienz pochen.

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