20.03.2015 16:49
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Luzern
LU: Bauern wollen AP-Korrektur
Die Delegierten des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbandes (LBV) haben eine Resolution zuhanden des Bundesrates verabschiedet, die eine Korrektur der aktuellen Agrarpolitik verlangt.

Die neue Agrarpolitik habe für die Luzerner Bauern eine massive Zunahmen des administrativen Aufwands sowie für viele Betriebe deutlich tiefere Beiträge gebracht, schreibt der LBV in einer Medienmitteilung zur heutigen Delegiertenversammlung. In der von den 126 Delegierten einstimmig verabschiedeten Resolution an Bundesrat Johann Schneider-Ammann und BLW-Direktor Bernard Lehmann wird eine baldige Gesetzesanpassung auf die neue Agrarpolitik-Periode hin verlangt. 

Kritik gab es auch wegen aufgehobenen Seeverträgen. In denen hatten sich Landwirte verpflichtet, gegen eine Entschädigung zusätzliche Auflagen für reduzierten Düngereinsatz einzuhalten. Der Kanton hat das Programm nun vorläufig gestrichen, die Auflagen aber sind geblieben. Die Delegierten hiessen diverse Anträge gut, die verlangten, dass der LBV bei den Behörden in der Sache vorstellig wird. Regierungsrat Robert Küng wies an der DV darauf hin, dass der Bund versprochen habe, entsprechende Beiträge ab 2016 wieder einzuführen. 

Voten gab es auch gegen das Hochwasser- und Renaturierungsprojekt Reuss. Dieses sei überrissen und stehe dem Kulturlandschutz entgegen. Bei allem Verständnis für einen vernünftigen Hochwasserschutz sei es nicht akzeptabel, soviel Land zu opfern, nur um möglichst viele Bundessubventionen abzuhole, betonte Beat Steiner, Präsident des Bauern- und Bäuerinnenvereins Rothenburg/Hochdorf und Umgebung. Gemäss LBV-Präsident Jakob Lütolf will der Verband zusammen mit der IG für vernünftigen Hochwasserschutz gegen das Projekt kämpfen.

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