24.10.2013 09:33
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
AP 17
Mutterkuh Schweiz nur teilweise zufrieden
Die am Mittwoch vom Bundesrat verabschiedeten Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 14-17 wird von Mutterkuh Schweiz unterschiedlich beurteilt. Erfreut gibt sich die Organisation über den einheitlichen GVE-Faktor. Unzufrieden ist sie aber über die Beitragshöhe für graslandbasierte Produktionssysteme.

Das vom Bundesrat verabschiedete Verordnungspaket hat bei landwirtschaftlichen Verbänden mehrheitlich für Kopfschütteln gesorgt. Mutterkuh Schweiz hat sich am Donnerstag ebenfalls zu den Verordnungen geäussert.

Der Verein Mutterkuh Schweiz sieht einen von seinen drei Kernanliegen als erfüllt. So wurden ein einheitlicher GVE-Faktor, ein höherer Beitrag für graslandbasierte Produktionssysteme (GMF) sowie höhere Tierwohlbeiträge für BTS und RAUS gefordert.

Das erst genannte wurde erfüllt. „Der einheitliche GVE-Faktor für alle Kühe ist für die Mutterkuhhaltung wichtig. Damit sind die Mutterkühe bei den tierbezogenen Beiträgen und Eintretenskriterien mit den Milchkühen gleichgestellt“, hebt der Verein in einem Communiqué hervor. Diese Forderung sei von mehr als 30 Organisationen unterstützt worden und zeige so den „geachteten“ Stellenwert der Mutterkuhhaltung.

Nicht erfüllt wurden aber die Beitragserhöhungen. Und das läuft Mutterkuh Schweiz zuwider. Man freue sich zwar, dass ein Programm für graslandbasierte Milch- und Fleischprogramm eingeführt werde. Die Beitragshöhe von 200 Franken pro Hektar sei aber zu bescheiden, um einen „echten Anreiz darzustellen“. Auch die marginale Erhöhung des Raus-Beitrages um 10 Franken wird bedauert. „Tierwohl ist den Bauern und Konsumenten wichtig”, betont Mutterkuh Schweiz.

„Damit Betriebe eine realistische Chance haben, ihre Übergangsbeiträge zu kompensieren, müssten die Beitragssätze für leistungsbezogene Direktzahlungen erhöht werden“, fordert Mutterkuh Schweiz.

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