1.03.2013 18:06
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Pferde
Pferdeimporteuere wollen nichts von Kaufzwang wissen
Im Rahmen der Agrarpolitik 2014/17 will das Parlament die Hälfte des Import-Kontingents von Pferden an den Kauf von im Inland gezüchteten Pferden knüpfen. Gegen diesen Kaufzwang wehren sich Pferdesportler und Pferde-Importeure.

Der Verband der Schweizerischen Pferdeimporteure und der Schweizerische Verband für Pferdesport halten nichts vom Heimatschutz für in der Schweiz gezüchtete Pferde. Es sei illusorisch zu glauben, dass sich Pferdeliebhaber dazu bewegen liessen, Freibergerpferde oder andere in der Schweiz gezüchtete Pferde zu erwerben, wenn diese ihren Anforderungen nicht entsprechen würden.

Befürchtet wird zudem, dass die vorgeschlagene Einfuhrregelung zu einem überdimensionierten administrativen Aufwand führen wird. Würden die Importe von Pferden vom Kauf von im Inland gezüchteten Pferden abhängig gemacht, schränke das die Einfuhr von Pferde-Rassen ein, die in der Schweiz nicht oder nur sehr beschränkt gezüchtet werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

Der Verband der Schweizerischen Pferdeimporteure und der Schweizerische Verband für Pferdesport fordern, auf eine Kontingentierung der Pferde-Einfuhren gänzlich zu verzichten und die Importe einem einheitlichen Zollsatz zu unterstellen.

Reitpferde können nach der heute geltenden Regelung im Rahmen eines Zollkontingents zu einem Zoll von 120 Franken in die Schweiz eingeführt werden. Das Jahreskontingent beträgt 3‘811 Stück. Ab dem Zeitpunkt, da das Kontingent ausgeschöpft ist, beträgt der Einfuhrzoll 3'834 Franken pro Pferd. Zur Zeit werden rund zwei Drittel aller Importe durch Privatpersonen getätigt, die die Pferde zum persönlichen Gebrauch einführen.

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