29.06.2013 07:30
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Bauernverband
SBV: Bei Referendum wird Delegiertenversammlung einberufen
Höhepunkt Generalversammlung der Schweizer Agrarjournalisten (SAJ) von vergangenem Freitag war eine agrarpolitische Diskussion zwischen SBV-Präsident Markus Ritter und BLW-Direktor Bernard Lehmann. Ritter erklärte, wie der Bauernverband weiter vorgehen wird, wenn das Referendum gegen die AP zustande kommt.

Höhepunkt der Versammlung war eine Podiumsdiskussion mit Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV), und Bernard Lehmann, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) zur Agrarpolitik 2014-17. Thema war unter anderem das Vorgehen, falls das von kleineren Gruppierungen ergriffene Referendum zur AP 14-17 zustande kommen sollte.

Bei Referendum ausserordentliche DV

Laut Markus Ritter wird der SBV in diesem Fall am 15./16. August eine Vorstandssitzung durchführen und danach allenfalls eine Empfehlung an die Landwirtschaftskammer aussprechen, die am 23. August tagt. Am 4. September würde es dann zu einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung des Verbandes kommen. „Dort würden in einem maximaldemokratischen Prozess Befürworter und Gegner eines Referendums zu Wort kommen“, erklärte Ritter. Die Delegierten würden dann einerseits in einer geheimen Parolenfassung entscheiden, ob sie für oder gegen die AP 14-17 sind und danach, ob der Verband eine Kampagne starten soll oder darauf verzichtet.

Ritter zeigte sich überzeugt, dass ein solch demokratischer Entscheid von den Bauern und Bäuerinnen akzeptiert würde. Hauptziel sei es, einen innerlandwirtschaftlichen Schaden und einen Imageverlust bei der Bevölkerung zu vermeiden, so Ritter. Der Bauernverband hatte die Ergreifung eines Referendums stets abgelehnt.

Laut BLW-Direktor Bernard Lehmann würde bei einem Zustandekommen und der Annahme des Referendums die alte Agrarpolitik verlängert werden. Er erinnerte daran, dass nur eine Woche nach der allfälligen Referendumsabstimmung im Parlament über das Budget 2014 abgestimmt wird, von dem auch die Landwirtschaft abhängig ist. Eine später ausgearbeitete neue Botschaft, würde nach Meinung Lehmanns erneut viele Elemente der AP 14-17 wieder aufnehmen. Dies weil die Bevölkerung eine Gegenleistung für das Geld und nicht allgemeine Direktzahlungen wolle.

15 neue Mitglieder

2012 konnten die Agrarjournalisten 15 neue Mitglieder aufnehmen, wie Präsident Roland Wyss an der heutigen Generalversammlung auf dem Berchtoldshof im bernischen Bätterkinden erklärte. Damit umfasst der Verband mittlerweile 171 Mitglieder. Neu in den Vorstand gewählt wurde von den 31 Anwesenden Ferdinand Oberer, Redaktor der Zeitschrift Wald und Holz. Zur neuen Vizepräsidentin gewählt wurde Claire Muller, Redaktorin bei der Wochenzeitung Terre & Nature.

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