29.10.2013 10:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
AP17
Swiss Granum: Dunkle Wolken über Getreidebranche
Swiss Granum, die Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, ist enttäuscht über die Agrarpolitik 2014/17: Diese gefährde die Wirtschaftlichkeit der ganzen Branche.

Swiss Granum fühlt sich vom Bundesrat nicht ernst genommen: Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Meinung einer gesamten Branche in den Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik grösstenteils unberücksichtigt geblieben sei, heisst es in einer Mitteilung.

Swiss Granum habe sich von Anfang an für eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Produktion stark gemacht. Dies sei auch der Wunsch des Parlaments gewesen. Man habe wiederholt darauf hingewiesen, dass eine Stärkung des Ackerbaus nicht mit einer relativen Schwächung im Vergleich zu den anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen erreicht werden könne. "In diesem Zusammenhang kann auch die Reduktion des Referenzpreises zur Bemessung der Grenzabgaben für Brotgetreide um 3 Franken auf 53 Franken je 100 kg nicht nachvollzogen werden", betont Swiss Granum.

Die Zunahme der Kalorienproduktion sei vom Bundesamt für Landwirtschaft als eine der Messgrössen der Agrarpolitik 2017 definiert worden, heisst es weiter. Eine entsprechende Massnahmen sei in Form eines Einzelkulturbeitrages für Futtergetreide vorhanden, falls die Zielsetzungen nicht erreicht werden sollten. Die Branche erwartet in diesem Fall, dass der politische Wille konsequent umgesetzt wird.

Durch die Agrarpolitik 2014-2017 werde die Schweiz vermehrt auf Importe angewiesen sein. Dies sei nicht im Sinne der Branche. "Damit ist die Wirtschaftlichkeit der gesamten Wertschöpfungskette in Frage gestellt", mahnt Swiss Granum.

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