9.04.2013 17:51
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
AP 2017
Uniterre startet Referendum gegen AP 2017
Die Westschweizer Bauernorganisation Uniterre will das Referendum gegen die Agrarpolitik 2014-2017 (AP 2017) ergreifen. An einer Pressekonferenz am Mittwoch in Bern will sie das Referendumskomitee vorstellen.

 «Jemand muss es machen», bestätigt Uniterre-Sprecher Rudi Berli. Mit der AP 2017 könne  der Verfassungsauftrag nicht mehr gewährleistet werden. «Man kann nicht auf der einen Seite die Agrarpolitik ökologisieren und auf der anderen Seite den Freihandel weiter vorantreiben», argumentiert er.

Mit jeder Reform der Agrarpolitik entferne sich die Schweiz weiter vom Verfassungsauftrag, nämlich der Sicherung der Ernährung der Bevölkerung mittels einer qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Lebensmittelproduktion, schreibt Uniterre in einer Mitteilung. So sinke das bäuerliche Einkommen seit Jahren und jeden Tag würden in der Schweiz über 5 Bauernbetriebe zerstört. "Im Namen der Bevölkerung fordern wirBauern/Bäuerinnen eine klare Agrarpolitik welche die Rahmenbedingungen des Marktes so gestaltet, dass wir unsere Aufgabe im Dienste der Gesellschaft erfüllen können", heisst es weiter.

Bauern bräuchten ein faires Einkommen aus der Nahrungsmittelproduktion. "Im Namen eines entfremdeten liberalen Ökologieverständnisses sollen die Bauern riesige Flächen brachlegen und im gleichen Atemzug die Grenzen für Futtermittel aus Südamerika und Gemüse aus Andalusien geöffnet werden", wird kritisiert. Die Zukunft gehörte einer ressourcenschonenden intensiven ökologischen Produktion von Nahrungsmitteln und nicht der liberalen Trennung von Ökologie und Produktion. "Aufgeweckte Geister wissen, dass es dem Gebot der Stunde entspricht zuerst das zu Verspeisen was im eigenen Garten wächst, bevor wir Produkte vom anderen Ende der Welt importieren", heisst es weiter. Ernährungssouveränität sei kein blosses Lippenbekenntnis sondern soll konkret umgesetzt werden. "Acker-, Gemüse-, Wein- und Obstbau, Viehzucht. Bauern und Bäuerinnen, fassen wir Mut!", fordert Uniterre.

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