20.03.2020 17:31
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Agrarpolitik
«Agrarpolitik 2022+ zurückweisen»
Die Agrarpolitik 2022+ enthält für die Landwirtschaftskammer (Laka) des Schweizer Bauernverbands zu viele Fehler und Widersprüche. Die Laka fordert eine grundlegende Überarbeitung.

Das Parlament des Schweizer Bauernverbandes hat sich wegen der Coronakrise schriftlich zum Vorgehen und Position zur Agrarpolitik 2022+ geäussert.

Der Standpunkt ist klar: Die Laka fordert vom Ständerat als Erstrat ein Eintreten mit Vorbehalten und die Rückweisung der Botschaft an den Bundesrat. «Diese ist mangelhaft, weil sie teilweise auf erwiesenermassen falschen Annahmen beruht und zahlreiche Widersprüche enthält», heisst es in einer Mitteilung von Freitag.

Die Vorlage führe zudem zu einem Rückgang des Selbstversorgungsgrades um acht Prozent gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt. Zudem komme es zu einem massiven Rückgang des sektoralen Einkommens. 

Deshalb fordert die Laka, die Botschaft zurückzuweisen, um die Botschaft zu überarbeiten. Die Kammer hat zentrale Forderungen:

  • Zwischen der Agrarpolitik 22+ und der Aussenhandelspolitik ist bezüglich der Erfüllung der Standards zur Nachhaltigkeit und des Tierwohls Kohärenz zu schaffen.
  • Um den Artikel 104a der Bundesverfassung einzuhalten, soll der Bruttoselbstversorgungsgrad auch mit der Agrarpolitik 22+ stabil gehalten werden.
  • Das bereits sehr tiefe Sektoreinkommen der Landwirtschaft soll gegenüber der Referenz nicht sinken.

 

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