23.08.2019 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Agrarpolitik
AP22+: Reaktionen
Nach der Medienkonferenz des Bundesrates zur Vernehmlassung der Agrarpolitik 2022+ von Mittwoch (AP22+) gibt es weitere Reaktionen aus der Landwirtschaft.

Schweizer Milchproduzenten (SMP)

Die SMP haben eine erste Analyse des Bundesrats-Berichts durchgeführt. Eine Bilanz könne aber erst gezogen werden, wenn mehr Details vorlägen, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Dachverband der Milchproduzenten hatte gefordert, dass die Verkäsungszulage nicht gekürzt wird. Dass der Bundesrat von dieser Idee nun Abschied genommen hat, begrüssen die SMP. Auch dass die Umlagerung hin zu Produktionssystembeiträgen auf der Agenda des Bundesrates bleibt, stimmt die SMP positiv. Details zur Umlagerung blieben aber heute noch im Nebel, heisst es in der Mitteilung. Ebenfalls positiv werten die SMP, dass die Familienarbeitskräfte besser abgesichert werden sollen. Im Bericht sei nichts von administrativer Vereinfachung zu sehen, bemängelt der Verband hingegen. In diesem Punkt müsse nachgebessert werden.

Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV)

Der SBLV begrüsst, dass der Bundesrat für in landwirtschaftlichen Betrieben mitarbeitende Ehepartner eine minimale Sozialabsicherung einrichten will. Mehr als 45'000 weibliche Familienangehörige arbeiteten auf Schweizer Betrieben, davon 70 Personen oder mehr als 31'000 Personen ohne eigene Entlöhnung und Sozialversicherung, schreibt der SBLV. Die Vorlage zur AP22+ sei ein Schritt in die richtige Richtung und bringe insbesondere den Bäuerinnen mehr Anerkennung für ihre Arbeit und einen besseren Rechtsrahmen.

Kleinbauern-Vereinigung (VKMB)

Auch die Kleinbauern begrüssen, dass die soziale Absicherung von Familienmitgliedern verbessert werden soll. Ebenfalls positiv sieht die Vereinigung, dass die Themen Klima und Pflanzenschutz angepackt werden sollen. Sehr bedauerlich sei jedoch, dass die Einführung eines Betriebsbeitrags nicht mehr weiterverfolgt werden soll.

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