18.05.2020 14:34
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Agrarpolitik
AP22+: Sals will Überarbeitung
Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS-Schweiz) fordert eine vollständige Überarbeitung der Botschaft des Bundesrates zur Agrarpolitik AP22+.

Der Vorstand der Sals-Schweiz habe die Botschaft des Bundesrats zur Agrarpolitik AP22+ analysiert, schreibt die Vereinigung in einer Mitteilung. Mehrere Punkte zur Aufweichung des Grenzschutzes aus der im Jahr 2019 durchgeführten Vernehmlassung seien zwar erfreulicherweise zurückgezogen worden, aber die Botschaft enthalte durch die schwierigen Voraussetzungen bei der Erarbeitung zahlreiche Widersprüche.

Deshalb fordert der Vorstand der Sals-Schweiz eine vollständige Überarbeitung der Botschaft, damit die in der Vision «Land- und Ernährungswirtschaft 2030» vorgestellten Erwartungen in die AP22+ eingebunden werden können. Die neue Agrarpolitik müsse klarer auf die Lebensmittelproduktion ausgerichtet werden – der Selbstversorgungsgrad dürfe keinesfalls sinken, sondern müsse zumindest gleichbleiben, so die Sals-Schweiz.

Aus land- und ernährungswirtschaftlicher Sicht sei es zentral, über solide Wertschöpfungsketten zu verfügen, insbesondere, um den Bestimmungen bezüglich Swissness zu entsprechen. Gemäss der Vision «Land- und Ernährungswirtschaft 2030» sind die Nachhaltigkeit und Qualität von grosser Bedeutung, schreibt die Sals.

Weiter fordert die Organisation, dass der Selbstversorgungsgrad nicht sinken darf, sondern müsse mindestens gleichbleiben. «Die neue Agrarpolitik muss den Landwirten und Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft klare Perspektiven eröffnen. Ausserdem muss der hohe administrative Aufwand zwingend reduziert werden», hält die Sals fest.

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