5.03.2020 19:14
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Verbände
Bauernverband kritisiert Bundesrat
Im Hinblick auf die ausserordentliche Landwirtschaftskammer am 20. März zur Behandlung der Agrarpolitik 22+ diskutierte der Vorstand des Schweizer Bauernverbandes die verschiedenen strategischen Optionen. Der Vorstand legte auch die Position des SBV zur Reform der beruflichen Vorsorge fest.

Der Verband empfindet die Botschaft als Affront für die Landwirtschaft. Der SBV kritisiert weiter, dass der Bundesrat trotz Verankerung der Ernährungssicherheit in der Verfassung den Selbstversorgungsgrad senken und die Auflagen und Administration für die einheimische Produktion erhöhen will. Gleichzeitig wolle er die Direktzahlungen senken und zudem den Import von Produkten aus ganz anderen Produktionsbedingungen forcieren.

Als letztes verabschiedete der Vorstand seine Position zur Reform der beruflichen Vorsorge. Er unterstützt die vorgeschlagene Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6.8% auf 6%. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Einführung eines neuen Elements (Umlageverfahren) in der 2. Säule lehnt er hingegen ab.

Er befürwortet hier den Vorschlag des „vernünftigen BVG-Mittelwegs“, der eine gezielte Kompensation für die Übergangsgeneration aus den Rückstellungen der Pensionskassen vorsieht. Auch bei der Senkung des Koordinationsabzuges und der Anpassung der Altersgutschriftensätze erachtet er nach Abwägen der Vor- und Nachteile, das Modell des „vernünftigen BVG-Mittelwegs“ als bessere Alternative.

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