30.01.2020 09:16
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
20% weniger Schweine geschlachtet
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat in China im vergangenen Jahr zu einem spürbaren Einbruch der Schweineproduktion geführt, während die Erzeugung von anderen Fleischsorten sowie Getreide zunahm.

Wie das Nationale Statistikbüro (NBS) kürzlich in Peking mitteilte, sank das Schlachtaufkommen von Schweinen gegenüber 2018 um 150 Millionen Stück oder 21,6% auf 544 Millionen Tiere. Die Schweinefleischerzeugung ging dabei um 11,5 Mio. t beziehungsweise 21,3% auf 42,55 Mio. t zurück.

Bestände werden wieder aufgestockt

Ende Dezember gab es den Pekinger Statistikern zufolge noch 310,4 Millionen Schweine in der Volksrepublik. Damit hat der Bestand binnen Jahresfrist um rund 118 Millionen Tiere oder 27,5% abgenommen. Der Tiefststand scheint aber möglicherweise überwunden zu sein, denn mittlerweile haben die Bauern ihre Herden wieder aufgestockt. Im Vergleich zu Ende September 2019 wurden den offiziellen Zahlen zufolge zuletzt wieder rund 3,7 Millionen oder 1,2% mehr Tiere gehalten. 

Nach Angaben des Sprechers der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Meng Wei, wurden seit Mitte Dezember 150'000 t Schweinefleisch aus der Reserve auf den Markt gebracht, die Importe ohne Nebenerzeugnisse im vergangenen Kalenderjahr gegenüber 2018 um 75% auf 2,11 Mio. t ausgeweitet und Preissubventionen für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen gezahlt.

Die Konsumentenpreise blieben dennoch hoch: Für Schweinefleisch musste im Dezember fast doppelt so viel gezahlt werden wie zwölf Monate zuvor. Bei den Schlachtschweinepreisen blieb der saisontypische, aber von der Regierung nicht gewollte Anstieg vor dem Neujahrsfest indes aus. Im Januar tendierten die Preise im Landesmittel recht stabil auf einem hohen Niveau von zuletzt umgerechnet 4,70 Euro/kg (5.10 Fr./kg) Lebendgewicht.

Rekordernte im Pflanzenbau

Im Getreideanbau einschließlich Eiweisspflanzen und Kartoffeln verzeichnete die Volksrepublik 2019 laut NBS ein Rekordernteergebnis von 663,8 Mio. t. Das waren 5,94 Mio. t oder 0,9% mehr als im Vorjahr. Bei leicht rückläufiger Anbaufläche sorgten dafür die im Mittel um 1,8% auf 57,15 dt gestiegenen Hektarerträge. Es war das fünfte Jahr in Folge, bei dem die Produktion die Marke von 650 Mio. t übertraf.

Den Statistikern aus Peking zufolge legte 2019 die Weizenproduktion gegenüber dem Vorjahr um 1,6% auf 133,5 Mio. t zu. Das Maisaufkommen wurde um 1,4% auf 267,8 Mio. t gesteigert. Den kräftigsten Produktionszuwachs verzeichneten Sojabohnen mit 13,3% auf 18,1 Mio. t, während bei Reis die Erntemenge um 1,2 % auf 209,6 Mio. t abnahm.

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