3.12.2015 13:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gesundheit
420'000 Tote wegen verseuchten Lebensmitteln
Weltweit sterben nach UNO-Angaben jedes Jahr etwa 420'000 Menschen an Infektionen durch verseuchte Lebensmittel. Bis zu 600 Millionen Menschen erkranken pro Jahr durch Nahrung, die etwa mit Chemikalien, Bakterien oder Pararisten belastet ist.

Ein Drittel der Todesfälle betreffe Mädchen und Jungen unter fünf Jahren, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

Afrika und Südostasien am meiste betroffen

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan rief bei der Vorstellung der ersten globalen Langzeitstudie (2007 bis 2015) der UNO-Sonderorganisation über lebensmittelbedingte Erkrankungen alle Staaten zu mehr Einsatz für Nahrungsmittelsicherheit auf.

Am häufigsten würden Menschen in Afrika und in Südostasien unter Lebensmittelinfektionen und -vergiftungen leiden. «Die Erkenntnisse darüber, welche konkreten Erreger in Lebensmitteln in welchen Regionen der Welt die grössten Probleme bereiten, sollten zu zielgerichteten Aktionen der Öffentlichkeit, von Regierungen sowie der Ernährungswirtschaft führen», sagte Chan.

Hunderttausende erleiden Durchfallerkrankungen

Symptome für Lebensmittelinfektionen sind Erbrechen, Durchfälle, Krämpfe sowie Fieber. Bei Vergiftungen, die auch durch Pilze oder bestimmte Fischarten ausgelöst werden können, sind diese Symptome besonders stark, und es kommen oft noch Halluzinationen hinzu.
Die gravierendsten Probleme gibt es den WHO-Angaben zufolge mit Durchfall infolge verseuchter Nahrung. Daran würden jährlich 550 Millionen Menschen erkranken, 230'000 von ihnen würden sterben.

Hauptursache sei der Verzehr von rohen oder nicht genügend gekochten Lebensmitteln wie Fleisch, Eier, Gemüse oder Milchprodukten, die mit Noroviren, Campylobacter, Salmonellen oder Kolibakterien belastet sind. Auch Nahrungsmittel, die mit Erregern von Hepatitis A, Typhus, Schimmelpilzen oder Bandwürmern verseucht sind, würden Hunderttausenden von Menschen schwere gesundheitliche Probleme bereiten, warnt die Studie.

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